Wegreise mit Gott
Lügen Teil 1
Heute möchte ich mich mit euch zusammen dem Thema Lügen stellen. Es ist ein überaus komplexes Thema, das vielschichtig und nicht allein auf den Menschen bezogen ist. In 6 Teilen werde ich diese Thematik beleuchten.
Beginnen möchte ich dazu mit folgender Geschichte: Zwei Menschen gehen zusammen eine Meile. Der eine sagt zum anderen: „Das war eine kurze Wegstrecke.“ Daraufhin sagt der andere: „Das war ein sehr weiter Weg.“ Die Person, die diese Meile als kurz empfindet, sagt zu dem anderen: „Du übertreibst, es war nur eine Meile und die ist nicht lang.“ Als Antwort sagte der andere: „Du spinnst doch, eine Meile ist sehr lang für mich.“
An diesem simplen Alltagsbeispiel kann schon erkannt werden, wie schnell eine Wahrheit, die aus Empfinden entstanden ist, als Lüge gebrandmarkt wird. Die Wahrheit ist jedoch: Es gibt 3 Wahrheiten.
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1. Die Meile ist eine Meile, ein von Menschen festgesetztes Maß, sie ist nicht länger oder kürzer.
2. Für den einen ist eine Meile eine kurze Wegstrecke und deren Bewältigung folglich keine besondere Leistung.
3. Für einen anderen Menschen kann eine Meile eine große Mühsal sein, ja eine fast nicht zu überwindende Entfernung.
Ich habe bewusst dieses einfache Beispiel für dieses komplexe Thema gewählt, denn gleich zu Beginn möchte ich dich mit einer der Hauptursachen von Lügen vertraut machen. Es ist die persönliche Empfindung von Dingen, Sachverhalten und Gegebenheiten. Es ist wichtig, diesen Faktor bei unseren Betrachtungen zu berücksichtigen, damit Vorverurteilungen und Schuldzuweisungen, also Negationen, keinen übergroßen Raum bei diesem allzu natürlichen Prozess bekommen. Gleichsam darf einer Verharmlosungen oder gar unbedachten Entschuldungen kein Raum gegeben werden, denn damit würde dem Unrecht zu großes Spielfeld gegeben werden.
Die einzige Möglichkeit, in diesem Dschungel aus Lügengeflechten eine klare Unterscheidung zu treffen, ist die Suche nach Erklärungen für die Hintergründe dieses Verhaltens.
Unsere natürliche Umwelt verfügt über ein ganzes Arsenal von Lügen oder hier besser gesagt von Täuschungen. Wir kennen es aus der Tier- und Pflanzenwelt, die diese Strategien zum Überleben nutzen. Als Beispiel sei hier der Pfau angefügt, der mit seinem Federrad eine überdimensionale Größe annimmt, um Feinde abzuschrecken oder um Pfauenweibchen zu imponieren. In der Pflanzenwelt nutzen beispielsweise Aronstabgewächse und Orchideen ihre chemischen Substanzen, um Insekten Signale von Nahrungsquellen und sogar von paarungswilligen Partnern zu suggerieren, die es natürlich nicht gibt. Schlussendlich bestäuben die Insekten durch diese Täuschung diese Blüten, ohne das Erhoffte zu erhalten. Diese Täuschungen sind so perfekt, dass seit Jahrtausenden Insekten immer wieder auf diese Lügen hereinfallen.
Diese zwei einfachen Beispiele belegen zweifelsfrei, dass Lug und Betrug eine gängige Strategie in der Flora und Fauna sind. Allerdings sind diese Handlungsweisen Teil einer sehr komplexen Überlebensstrategie, die schlussendlich die Vielfalt der Schöpfung fördert.
Die Menschen früherer Zeiten haben sich diese Strategien von ihrer natürlichen Umwelt abgeschaut und erfolgreich eingesetzt. So schmückten sie sich beispielsweise mit fremden Federn, täuschten Tierlaute nach oder rieben sich mit pflanzlichen und tierischen Substanzen ein um ihren Eigengeruch zu verschleiern. All das taten sie, um sich vor Fressfeinden zu schützen oder um ihr Jagdglück zu erhöhen. Natürlich spielte auch in der sozialen Entwicklung des Menschen die Täuschung eine besondere Rolle, die sich bis heute erhalten hat. Hier wäre das Stichwort „sich für jemanden schönmachen“ zu nennen.
So manch eine Branche lebt davon überaus gut, wie beispielsweise die kosmetische Industrie oder die sogenannte ästhetische Chirurgie. Gerade in heutigen Zeiten weiß man bei vielen Menschen nicht mehr, was natürlichen oder unnatürlichen Ursprungs ist. Nicht selten verrät der morgendliche Blick auf das Gegenüber, was beispielsweise kosmetische Produkte erstaunliches bewirken können. So mancher dürfte schon Schreckerlebnisse erfahren haben, was zu großer Enttäuschung geführt haben dürfte, weil man durch das Gegenüber und die eigenen Sinne getäuscht wurde. Können wir hier einfach über Lüge sprechen? Haben wir es hier nicht mit einem natürlichen Verhaltensmuster zu tun?
Ich gehe davon aus, dass es immer ein gewisses Maß des Erlaubten gibt. Das eine wäre beispielsweise, sich schön für sich selbst zu machen, also mit Hilfe verschiedenster Mittel und Effekte sein Äußeres seiner persönlichen Idealvorstellung anzupassen. Eine andere Sache ist, ob ich mit dieser Handlungsweise bewusst jemanden anderen täuschen möchte. Beispielhaft seien hier Verkleidungen oder chirurgische Eingriffe genannt, die das Wesen der Person komplett verändern, um persönliche Ambitionen zu verfolgen. Bei Kostümfesten und entsprechenden Veranstaltungen sind solche Verwandlungen auf äußerlicher kosmetischer oder Bekleidungsebene durchaus angebracht, im realen Leben eher fragwürdig.
Auf die Thematik, dass sich Frauen als Männer verkleiden und Männer als Frauen, möchte ich hier nicht eingehen, denn dieser Sachverhalt hat vielfältige gesellschaftliche, soziale und psychische Hintergründe, die äußerst komplex sind und einer näheren Erörterung bedürfen, gleichwohl sie durchaus in diese Thematik von Täuschung und Lüge gehören. Doch bedenken wir, dass schon im alten Ägypten eine Königin Hatschepsut einen künstlichen Bart trug, um ihrer gesellschaftlichen Stellung als Pharao gegenüber der Öffentlichkeit gerecht werden zu können. Hier kommt also der Faktor Macht hinzu, den wir auch bei der Königin Elisabeth I. auffällig beobachten können. Ich empfehle jeden, sich einmal näher mit den Selbstdarstellungen dieser Frau zu beschäftigen. Sie zeigen die Abgründe menschlicher Täuschung deutlich auf.
Ende Teil 1
Lügen Teil 2
Im ersten Teil bin ich in groben Zügen auf die Thematik Täuschung und Lügen eingegangen. Wir betrachteten unter anderem die natürlichen Gegebenheiten in Flora und Fauna.
Im zweiten Teil möchte ich meinen Schwerpunkt auf Kinder und Jugendliche lenken.
Der Begriff Lügen ist ein Sammelbegriff, der verschiedene Aspekte in sich trägt. Sie bestehen aus Begriffen wie Täuschen, Verschleiern, Leugnen, Betrügen, Fälschen, Schwindeln, Worte verdrehen, Verheimlichen und ähnlichen mehr. Alle diese Aspekte sind eng an den Begriff „Lüge“ gebunden. Faktisch bedingen sie sich einander, gleichwohl Unterscheidungen getroffen werden müssen.
Die Täuschung ist beispielsweise ein Vorläufer zur eigentlichen Lüge. Spätestens wenn eine Täuschung erkannt wird, fühlen sich Betroffene als Belogene und Betrogene. Täuschung beinhaltet in aller Regel einen negativen Vorsatz, um gewählte Ziele unredlich zu erreichen. Nicht anders verhält es sich beim Betrügen, Fälschen, Verschleiern oder Leugnen. Im Unterschied zu den handelnden Aspekten wie beispielsweise dem Fälschen wird der Begriff Lüge der Sprache zugeordnet. Die Lüge ist vornehmlich ein Sprechen wider die Wahrheit. Das Verkünden und Behaupten von Unwahrheiten ist nichts anderes als Lügen. Gerade dieser Fakt ist eines der größten Übel unserer Zeit, das weitestgehend von der Gesellschaft bereitwillig akzeptiert wird. Gründe dafür gibt es viele, auf die ich später noch zu sprechen kommen werde.
Wenden wir unseren Blick auf das sogenannte unschuldige beziehungsweise unwissende Lügen. Bei diesem Aspekt spielen ebenfalls viele Faktoren eine wesentliche Rolle. Insbesondere Kinder leben in einer Art von Lügenwelt, die teilweise ihrer Phantasie entspricht und mit erlebten Realitäten vermischt wird. Jedes Märchen basiert auf diesem Hintergrund. Kinder und auch Jugendliche leben in diesen Traumwelten, und das ist gut so! Es ist gut, wenn Kinder sich die Freiheit nehmen und beispielsweise einen Besen nicht nur als Reinigungswerkzeug verstehen, sondern ihn zu einem Zauberbesen erklären, um damit in ihre Phantasiewelten zu flüchten, dass sie Rollen spielen, indem sie Indianer oder Cowboys werden, Ritter oder Prinzessinnen und anderes mehr. Die Erwachsenenwelt ist für Kinder und auch Jugendliche so komplex, so undurchschaubar, widersprüchlich, phantasielos, gottlos und unlogisch, dass diese jungen Menschen sich auf ihre eigene Art und Weise spielerisch diesen fremden Realitäten zuwenden. Scheibchenweise erkunden sie so die sie umgebende Umwelt und lernen, sich in ihr zurechtzufinden.
Ein weiterer Aspekt, den ich schon im ersten Teil ansprach, ist das persönliche Empfinden. Was für den einen groß ist, kann für den anderen klein sein, was für manche spektakulär ist, kann für manche andere völlig bedeutungslos sein. Das Erzählen von solchen Ereignissen kann gerade bei Kindern als völlig übertrieben, frei erfunden oder eben als pure Lüge verstanden werden. Für Kinder und Jugendliche ist es das in aller Regel nicht so. Die Weisheit lehrt uns, wir sollten Kinder und Jugendliche in ihren Wahrnehmungen abholen und zu verstehen suchen, anstatt sie zu belehren oder gar für ihre Phantasien und ihr Empfinden zu maßregeln. Positive Kommunikation ist hier der Schlüssel zum Erfolg und nicht destruktive Wahrhaftigkeit.
Ein anderer Punkt ist das bewusste destruktive Lügen auch bei jungen Menschen. Kinder und Jugendliche verstehen sehr schnell bestimmte Mechanismen des erwachsenen gesellschaftlichen Miteinanders, im Positiven wie auch im Negativen. Sie lernen schnell durch Beobachtung, wie Erwachsene agieren, und begreifen, dass sie sich durch bestimmte Verhaltensmuster auch unredlich Vorteile verschaffen können. Das Zureden, Schmeicheln, Kokettieren, gespielte „Liebsein“ oder auch bewusste Lügen werden schnell zur Waffe eingesetzt, um erdachte Ziele zu erreichen. Aber auch aus Ängsten heraus wird gelogen, um persönliche Nachteile zu vermeiden. All diese Verhaltensmuster lernen Kinder von ihrer sozialen Umgebung, in der sie sich mit zunehmendem Alter zurechtfinden müssen.
Besonders sozial benachteiligte Kinder sind einfallsreich im Erfinden persönlicher Strategien, um Defizite auszugleichen. Wir sollten dabei nie vergessen, dass Kindern nur schwer zu vermitteln ist, warum beispielsweise die einen Menschen arm und andere reich sind, die einen eine intakte Familie haben, während andere in zerrütteten Verhältnissen leben usw. Damit sind Kinder und Jugendliche komplett überfordert, wenn sie in diesen schwierigen Verhältnissen sich selbst überlassen werden. Überhaupt ist das Thema Forderungen ein nicht zu unterschätzender Faktor. Denn zum einen unterfordern wir junge Menschen, indem sie von den natürlichen Lebenswelten und ihren Realitäten ferngehalten werden, und zum anderen werden sie in einem großen Maße der irrealen Lebenswelt der Erwachsenen ausgesetzt Beispielhaft sei hier folgende kleine Geschichte erzählt:
Vor einigen Jahren hatte eine unserer Töchter eine Freundin, die wir auf einen Waldspaziergang und zum Erklettern von Bäumen mitnehmen wollten. Schnell merkten wir ihre Unsicherheit über diesen Vorschlag und es war offensichtlich, dass sie viele Ausreden erzählte, um an diesem Event nicht teilnehmen zu können. Nach einem gemeinsamen Gespräch, in dem eine Atmosphäre von Vertrauen entstand, offenbarte sie, dass sie noch nie in einem Wald gewesen sei, ja selbst noch nie auf einen Baum geklettert sei. Ihr Gegenvorschlag war, eine Einkaufstour in die Stadt zu machen. Schlussendlich waren wir im Wald und es war für das Mädchen ein schönes Erlebnis, das sie baldmöglichst wiederholen wollte. Dazu kam es allerdings nicht, denn ihre Eltern fanden es nicht gut von uns, ihr Kind solchen Gefahren auszusetzen.
Abschließend zu diesem Themenkomplex möchte ich noch auf den Aspekt Medien und ihren Einfluss auf Kinder und Jugendliche eingehen.
Ich gehöre einer Generation an, die ohne Fernsehen und Internet im ländlichen Bereich aufgewachsen ist. Ich habe sie nicht vermisst! Medien gehören heute zweifelsohne zum gesellschaftlichen Leben dazu, allerdings ist der entscheidende Punkt: Wie geht man mit diesen um? Wir haben unsere Kinder so geprägt, dass sie akzeptieren, dass sie nur einen eingeschränkten und kontrollierten Zugang dazu haben. Es ist eine Frage der Kommunikation, diese Thematik Kindern und Jugendlichen positiv zu vermitteln. Vielmehr stehen das gemeinsame Miteinander und Aktivitäten im Mittelpunkt. Insbesondere das spielerische Lernen in der Natur, die Auseinandersetzung mit unserer natürlichen Lebenswelt und das Erwecken des Bewusstseins für die großartige Schöpfung Gottes stehen dabei im Mittelpunkt. All das förderte nicht nur die natürliche Intelligenz und spirituellen Realitäten, sondern schaffte auch ein persönliches Empfinden für die eigene Wertigkeit und stärkte das Selbstbewusstsein, die Selbstverantwortung und Mündigkeit.
Schau ich mir heutige Medien an, die nicht selten ideologische Absurditäten, irrationale und ungöttliche Werte vermitteln, dann muss sich niemand wundern, warum viele Kinder und Jugendliche an psychischen Problemen leiden. Sie werden einer Lügenwelt ausgesetzt, die nichts mit einer kindlichen Phantasie zu tun hat, sondern mit kalkulierten politischen und wirtschaftlichen Interessen. Viel zu oft nehmen Eltern oder Verwandte ihre Eigenverantwortung für die Persönlichkeitsbildung nicht ernst und geben ihre Anvertrauten in die Hände medialer Gehirnwäscher. Diese sagen den jungen Zuhörern, was sie essen müssten, wie sie sich kleiden sollten, was ihre Persönlichkeit ausmachen sollte, bis hin zu dem, was sie glauben dürften und was falsch und richtig sei. Diese Erziehung zur Unmündigkeit durch das aktive Erleben eigener Erfahrungswelten kann schlussendlich nur in einem Einheitstrott enden, der mit Lügen gepflastert ist. Jeglicher Einheitstrott führt zwangsläufig in ein Netz voller Selbstlügen, um nicht Außenseiter des Mainstreams zu sein und gesellschaftlich kontrovers zu erscheinen. Diese Anpassung an eine politisch ideologisch geprägte Welt ist ein früher Grundbaustein für ein gemeinhin weit verbreitetes Bedürfnis, modernen Rattenfängern hinterherzurennen und somit Teilnehmer so mancher Kollektivschuld zu werden.
Wer seine anvertrauten Kinder und Jugendlichen zu Mündigkeit erzieht, zum selbstständigen Denken animiert, die natürliche Intuition fördert, sie spielerisch mit den irdischen und kosmischen Realitäten konfrontiert, ihr Selbstbewusstsein stärkt und Ethik und Moral im Sinne von Göttlichkeiten lehrt, wird mit dem Thema bewusster Lüge nur selten konfrontiert.
Ende Teil 2
Lügen Teil 3
Die Lügen der Erwachsenenwelt
Schauen wir auf die Menschheitsgeschichte zurück, so muss mit Entsetzen festgestellt werden, dass es erwachsene Menschen waren, die durch ihr Zutun unendliches Elend und Leid über die Erde brachten. An diesem Sachverhalt hat sich bis heute nichts geändert.
Gerade die letzten 10 Jahre haben in Europa deutlich gezeigt, wie leicht Menschen sich von Lügen leiten lassen und deren Helfershelfer und willfähige Vollstrecker werden. All das ist nur deshalb möglich, weil Lüge, Täuschung, das Verheimlichen, Leugnen, Wegschauen, Verantwortungslosigkeit und anderes mehr zum Lebensalltag vieler Menschen gehören. Sie sind selbst in einem gigantischen Lügennetz gefangen, das sie oft selbst nicht durchschauen können und auch nicht wollen, denn es ist sehr komplex und zugleich auch bequem.
Manche Gelehrten behaupten: Das Gegenteil von Lüge ist die Wahrheit. Doch was ist Wahrheit? Es gibt wohl so viele Wahrheiten, wie es Menschen auf dieser Erde gibt. So manche Wahrheit wurde in der Menschheitsgeschichte über Bord geworfen, weil sie sich als falsch herausstellte. Ich denke da beispielsweise an die These, dass die Erde eine Scheibe sei, dass die Chinesische Mauer vom Mond aus zu sehen sei oder die Ansicht, dass schlechte Luft Seuchen übertragen könne. Lange galten solche Aussagen als unumstößliche Wahrheit und in manchen Köpfen spuken diese Lügen noch immer herum. Gerade die Geschichte der Wissenschaften lehrt uns, dass mit dem Begriff Wahrheit sehr vorsichtig umgegangen werden sollte, denn diese Historie ist voller Irrtümer bis zum heutigen Tag.
Wir können von Erkenntnissen sprechen, die sich in Theorie und Praxis bewährt haben und die wir zweifelsfrei realisieren können. Kälte, auch wenn sie unterschiedlich wahrgenommen wird, bleibt Kälte und Wärme ebenso. Wir können beide Zustände sehr gut unterscheiden. Insbesondere die Natur lehrt uns sehr einfache Prinzipien, die selbst Kinder verstehen. Ich möchte einige simple Beispiele anführen, die das Gesagte aufzeigen sollen: Wasser ist kein Festland und Festland kein Wasser, Männer können keine Kinder bekommen, sondern nur Frauen, der Tag ist Tag und die Nacht ist Nacht, auch wenn manche Leute die Nacht zum Tag machen.
Komplizierter wird es natürlich im komplexen Alltagsleben, das uns vor deutlich größere Entscheidungsmöglichkeiten stellt. Hier sind Weisheit, Selbstdenken, ein kritischer Sinn, Mündigkeit, ein positives Selbstbewusstsein, eine gut gereifte Intuition und ein innerlich gefestigtes Gleichgewicht gefragt. Darüber hinaus sind spirituelle Erfahrungen ebenso notwendig wie eine auf Göttlichkeiten orientierte Ethik und Moral. Ausgerüstet mit diesen Fähigkeiten ist es keineswegs unmöglich, den Wirren des Alltags zu begegnen und sich selbst und seinen Werten treu zu bleiben.
Es bleibt die Frage, warum ist die Welt der Erwachsenen so verlogen, denn schlussendlich sind sie die Gestalter dieser Realität und könnten sie ohne weiteres zum guten Hinwenden. Es gibt dazu eine Vielzahl von Antworten, die auf ziemlich alle Lebensbereiche zutreffen. Von der Partnerschaft, Familie und Freunden, bis hin zum Berufsleben, dem gesellschaftlichen Miteinander, der Politik sowie Religion. Und ja, selbst an Gräbern wird noch gelogen.
Beginnen möchte ich bei dieser Analyse mit Entschuldigungen.
Insbesondere im Alter verändert sich unsere persönliche Wahrnehmung. Erlebtes und die aktuelle Realität verzehren sich. Das sind Wirkungsweisen unseres Gehirnes, das nur begrenzte Speicherkapazitäten hat und mit dem Älterwerden an Leistung stetig verliert. Vergangenes erscheint oft nur bruchstückhaft und wird folglich auch so wiedergegeben. Das hat nichts mit Lügen zu tun, sondern mit natürlichen Prozessen.
Ohne Zweifel gibt es ebenfalls Situationen, in denen Lügen ein Gebot der Stunde ist. Hier handelt es sich sicherlich um Ausnahmesituationen, die dann gerechtfertigt sind, wenn beispielsweise ein Menschenleben gerettet werden kann. In den Zeiten schlimmster Diktaturen ist so etwas durchaus gerechtfertigt, insbesondere dann, wenn Menschen aufgrund ihrer Ethnie, ihres Glaubens oder ihrer politischen Gesinnung verfolgt werden. Verantwortungsvoll wäre es natürlich, Diktaturen gar nicht erst zuzulassen! Schon vor 2000 Jahren lehrte Rabbi Jeschua aus Nazareth: „Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über sie missbrauchen.“ „Bei euch (Gotteskindern) soll es nicht so sein.“ Nun, wir alle kennen die Geschichte der letzten 2000 Jahre und das Fazit ist äußerst betrüblich.
Diese Beispiele mögen vorerst für Entschuldigungserklärungen reichen. Wenden wir uns nun dem eigentlichen Übel zu.
Der weltbekannte Hirnforscher Ernst Pöppel hat insbesondere für das „deutsche Volk“ folgende Analyse veröffentlicht (Quelle: „Traut euch zu denken“ von Ernst Pöppel und Beatrice Wagner). Nach intensiven wissenschaftlichen Studien über „die Deutschen“ stellte er fest, „..dass sich viele Menschen zu unkritisch den Ansichten anderer anschließen und Dinge nicht ausreichend hinterfragen“. Zitat: „Wir verlassen uns zu sehr darauf, dass für uns gedacht wird.“ Wir schließen uns bereitwillig Meinungen an, die andere bereits vorgeformt haben. „Damit leben wir in selbstverschuldeter Unmündigkeit.“ Und weiter führt er aus: „Ich schätze, dass nur rund zehn Prozent der Menschen selber denken und ihr Leben in die eigene Hand nehmen.“ Ich vermute jedoch, dass es hier schon immer so etwas wie eine 90 zu 10-Regel
gegeben hat. Neu ist jedoch der Einfluss der digitalen Medien. Das ist die digitale Version des
Rattenfänger von Hameln. Sich an anderen zu orientieren und Dinge nicht infrage zu stellen, ist ja
so bequem. Dem sich unkritisch anzuschließen, was andere schon gesagt haben, ist gefährlich.“
Um es auf den Punkt zu bringen: „Die Gesellschaft hierzulande leidet an einer kollektiven Bequemlichkeitsverblödung“, so der Politikwissenschaftler Thomas Kliche.
In dieser Analyse des Hirnforschers sind einige wichtige Worte, die unsere Aufmerksamkeit erwecken sollten, denn sie erklären zum Teil, warum Lügen in dieser Gesellschaft auf so fruchtbaren Boden fallen können. Ernst Pöppel nennt folgende Begriffe: Unmündigkeit, unkritisch, nicht hinterfragen, andere für sich denken lassen, vorgeformte Meinungen akzeptieren, nicht selber denken. All das steht im krassen Widerspruch zu dem, was ich bereits ausgeführt hatte: „Weisheit, Selbstdenken, einen kritischen Sinn haben, Mündigkeit, ein positives Selbstbewusstsein, eine gut gereifte Intuition und ein inneres gefestigtes Gleichgewicht. Darüber hinaus sind spirituelle Erfahrungen ebenso notwendig wie eine auf Göttlichkeiten orientierte Ethik und Moral.“
Erste Antworten sind gegeben, die erklären, warum viele Menschen leicht mit Lügen zu verführen sind. Ungeklärt bleibt bei diesen Betrachtungen, warum erwachsene Menschen lügen, nicht selten sich sogar selbst belügen. Hier müssen wir noch tiefer in die gesellschaftliche und persönliche Ebene schauen. Mehrere Faktoren lassen sich leicht beim Namen nennen: Egoismus, Raffgier, Neid, Machtgier, krankhafter Materialismus, Charakter- und Morallosigkeit, Gottlosigkeit, Hass, Harmoniesucht, Dummheit, Süchte, Konfliktunfähigkeit sowie Ängste. Sicherlich könnte diese Liste noch erweitert werden, doch sie umfasst bereits die wesentlichen Hintergründe. Ich möchte mit dir einige dieser Begriffe etwas näher anschauen und die negativen Wirkungsweisen in Bezug auf das Lügen ergründen.
1. Der Egoismus
Beginnen möchte ich mit einer Aussage von Marie von Ebner-Eschenbach: „Nächstenliebe lebt mit tausend Seelen, Egoismus mit einer einzigen, und die ist erbärmlich“.
Unsere Gesellschaft hat in den letzten Jahrzehnten einen übersteigerten Egoismus entwickelt, der das eigene Ich weit über die Bedürfnisse des Wir stellt. Diese Eigennützigkeit beginnt leider viel zu oft mit der Absicht, sein eigenes Wohlergehen auf Kosten Anderer durchzusetzen. Dieses Verhalten wird oft mit Macht gerechtfertigt und führt folglich zur Herabsetzung Anderer. Dabei wird der Schaden für andere Menschen wohlwollend in Kauf genommen. Viele Egoisten benutzen Täuschung, Lüge und Zwietracht, um sich gegenüber anderen Vorteile zu verschaffen. Dabei gilt der Satz, den Max Stirner passend geprägt hat: „Mir geht nichts über mich.“
2. Die Raffgier:
Wer der Meinung ist, dass man für Geld alles haben kann, gerät leicht in den Verdacht, dass er für Geld alles zu tun bereit ist. Benjamin Franklin
Was Franklin hier anspricht, ist leider die Realität. Aus Gier werden Morde verübt, Kriege geführt, wird gelogen und gestohlen. Epikur von Samos wusste schon: „Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug.“ Lucius Annaeus Seneca merkte ebenfalls an: „Nicht arm ist der, der wenig hat, sondern der, der nach mehr verlangt.“ Schlussendlich sollte der Mensch erkennen: Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. Mahatma Gandhi
3. Der Neid:
Charles-Louis de Montesquieu sagte dazu: Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind.
Nikolaus Schneeweiß erklärt zum Thema Neid: „Neid entsteht aus dem Unvermögen, sein eigenes Schicksal in erfolgreiche Bahnen zu lenken.“ „Aus dem Neid erwächst die Gier.“
Eigentlich ist mit diesen Zitaten alles gesagt. Anfügen möchte ich noch das 10. Gebot aus der Bibel:
„Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren. Du sollst nicht die Frau deines Nächsten begehren, nicht seine Diener, sein Rind oder seinen Esel oder irgendetwas, das deinem Nächsten gehört.“
4. Die Machtgier:
Anne Frank hat sehr weise Worte zum Thema Machtgier verfasst: „Menschliche Größe besteht nicht in Reichtum oder Macht, sondern in Charakter und Güte.“
Albert Einstein erklärte diesbezüglich: „Versuche nicht, ein erfolgreicher, sondern ein wertvoller Mensch zu werden.“
Seit altersher definieren sich Menschen über ihren Status in der Gesellschaft. Ob im Feudalismus oder in unseren Zeiten: Das Streben vieler Menschen nach Macht und Einfluss ist bestimmend für ihr Leben. Diese Einstellung wird gerade in unseren Zeiten schon Kindern eingeprägt, denn Macht bedeutet in aller Regel auch finanzieller Wohlstand. Die Wege zu Macht und Ruhm sind zumeist mit absurden Kompromissen und auch Ellenbogengehabe verbunden. Ich persönlich habe schon oft mit Menschen zu tun gehabt, die in Machtpositionen waren. Meine Erfahrung lehrt mich, dass viele dieser Menschen sich um der Macht willen verbiegen, innerlich verlieren, Skrupellosigkeit verinnerlicht haben und um fast jeden Preis an ihrer Macht festhalten wollen.
Jacob Burckhardt sagte zu diesem Thema treffend: „Und nun ist die Macht an sich böse, gleichviel wer sie ausübe. Sie ist kein Beharren, sondern eine Gier und eo ipso unerfüllbar, daher in sich unglücklich und muss also andere unglücklich machen.“
5. Der Krankhafte Materialismus:
„Leider Gottes ist das Geld eine Macht, die auch innerlich mehr wirkt und aushält, als man gewöhnlich glauben und zugestehen will.“ So erklärte es einst Henriette Feuerbach
Viele Menschen definieren sich über ihre irdischen materiellen Güter. Sei es das teure Auto, das Haus, die Bekleidung, der Schmuck oder sonst etwas. Sie sind, wie Benjamin Franklin erkannte, bereit, für Geld alles zu tun, um ihren Reichtum zu mehren. Honoré de Balzac fasst das Übel folgendermaßen zusammen: „Alles hastet einem Ziel entgegen, alles trottet dem Reichtum nach.“ Das Leben des Menschen sollte vornehmlich nicht dem Materialismus geopfert werden, denn damit folgt man einer Lebenslüge, denn am Ende deiner Tage kannst du doch nichts davon mitnehmen. Darüber hinaus gilt auch hier die weise Mahnung des Rabbi Jeshua: „Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den andern lieben oder er wird einem anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon, dem Reichtum.“ „Sammelt euch Schätze im Himmel, da wo sie weder Motten noch Rost fressen und da wo die Diebe nicht nachgraben noch stehlen.“
Mark Aurel schrieb einst zu diesem Thema: „Du musst doch endlich einmal begreifen, was das für ein Kosmos ist, von dem du ein Teil bist, und wer der Gestalter der Welt ist, als dessen Ausstrahlung du ins Leben tratst! Dass dir nur eine eng begrenzte Spanne Zeit vergönnt ist; nutzt du sie nicht zur Erleuchtung deiner Seele, dann wird sie eines Tages verstrichen sein und du selbst dahin, und eine zweite Möglichkeit wird dir nicht gegeben werden.“
6. Die Charakterlosigkeit:
Johann Wolfgang von Goethe schenkt uns folgende weise Worte: „Achte auf deine Gedanken, sie werden zu Worten. Achte auf deine Worte, sie werden zu Handlungen. Achte auf deine Handlungen, sie werden zu Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, sie werden zu Charaktereigenschaften. Achte auf deinen Charakter, er wird dein Schicksal.“
Anna Eleanor Roosevelt schrieb dazu: „Menschen wachsen durch Erfahrung, wenn sie dem Leben ehrlich und mutig begegnen. So wird Charakter aufgebaut.“
Die moderne Psychologie hat festgestellt, dass zwei grundlegende Dinge für die Bildung eines guten Charakters nötig sind: Empathie und Selbstkontrolle. Sie führen zu moralischer Größe. Georg Philipp Friedrich von Hardenberg stellte im Gleichklang mit Frau Roosevelt und Goethe fest: „Ein Charakter ist ein vollkommen gebildeter Wille.“
Gerade die letzten 100 Jahre haben deutlich aufgezeigt, wie charakterlos viele Menschen sein wollen. Sie haben den Mächtigen eine große Bereitschaft signalisierten, sich wie willenlose Schafe Verführern zu lassen. Ihre Bereitschaft aus selbst gewählter Unwissenheit den Lügen von Ideologen bereitwillig hinterherzulaufen, ihre Selbstkontrolle, Empathie und Mündigkeit aufzugeben ist ein erschreckendes Zeugnis. Charakterlosigkeit führt zur Unfreiheit und in die Abhängigkeit von Lügnern und Betrügern. Matthias Claudius beschreibt es so: „Niemand ist frei, der über sich selbst nicht Herr ist.“
Schlussendlich sein noch Luc de Clapiers erwähnt, der schrieb: „Die Grundsätze der Menschen offenbaren ihren Charakter.“
7. Die Gottlosigkeit:
Dietrich Bonhoeffer erklärte einst im Angesicht der Herrschaft der National - Sozialisten: „Vor und mit Gott leben wir ohne Gott.“
Ich spreche nicht von Religionen, sondern von Gott, das ist ein großer Unterschied! Lucius Annaeus Seneca erkannte zu seiner Zeit schon: „Religion gilt dem gemeinen Manne als wahr, dem Weisen als falsch und dem Herrschenden als nützlich.“ Diesen Sachverhalt hat die Geschichte zweifelsfrei belegt, denn die Taten der Religiösen Eiferer ziehen sich wie eine rote Blutspur durch die Menschheitsgeschichte. Der Anspruch Gottes an die Menschheit ist denkbar einfach, wie der Prophet Micha erklärt: „Er hat dir kundgetan, Mensch, was gut ist, und was der Herr von dir fordert ist doch nur; auf Recht halten, Liebe üben und demütig wandeln vor deinem Gott.“ (Micha, Kapitel 6 Vers 8) Was bedeutet „Recht halten“? Ich möchte hier Rabbi Hillel und Rabbi Jeshua antworten lassen: „Was dir nicht lieb ist, das tue auch deinem Nächsten nicht! Das ist die ganze Tora, und alles andere ist die Erläuterung. Geh hin und lerne sie.“ Rabbi Hillel
Ein junger Mann kam zu Rabbi Jeshua und fragte ihn: „Rabbi, was muss ich Gutes tun, um in das Königtum der Himmel zu gelangen?“ „ Rabbi Jeshua entgegnete: „Was fragst du mich nach dem Guten? Es gibt nur eins, was gut ist, und das ist einzig Gott. Wenn du jedoch den Weg zu dem einzig Guten gehen willst, der dich in das Königtum der Himmel führen wird, dann befolge die Wegweisungen Gottes.“ Der junge Mann fragte: „Welche denn?“ Da antwortete Rabbi Jeshua: Der Ewige, unser Gott, der Ewige ist eins. Und du sollst lieben deinen Gott mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Vermögen. Und es sollen diese Worte, die ich dir heute gebiete, in deinem Herzen sein. Du sollst nicht morden, und du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nichts Unwahres über deinen Mitmenschen sagen, Ehre deinen Vater und deine Mutter, und liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.
Ich denke, diese Worte sprechen für sich!
Nikolaus Schneeweiß erklärt folgerichtig dazu: „Das kollektive Schweigen und Wegschauen der Menschheit bei gesprochenem und getätigtem Unrecht macht sie vollumfänglich mitschuldig am Unrecht. Es offenbart die Unliebe zu seinem Nächsten und die Unliebe zu sich selbst und dem Schöpfer“. Nikolaus Schneeweiß
8. Der Hass:
Der weise Mahatma Gandhi erklärte einst: „Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt, droht Untergang.“
Die Menschheitsgeschichte lehrt uns, dass Hass eines der schlimmsten Übel ist. Hass hat zu unsagbar viel Leid und Elend geführt. Insbesondere der von herrschenden politischen und religiösen Kräften ausgesäte Hass ist eine schreckliche Frucht, die bis heute immer wieder aufkeimt.
„Lügen sowie Unwissenheit und die daraus resultierenden Vorurteile sind die Früchte menschlicher Unzulänglichkeit und die Saat aller Kriege. Sie sind das Grundübel aller seelischen, geistigen und körperlichen Grausamkeiten der Menschheit.“ So die Analyse von Nikolaus Schneeweiß
Paul Ernst zeigt die Konsequenz von Hass auf: „Hass erzeugt Hass, aber nie will der Hass sich nach dieser Wahrheit richten.“
Schlussendlich bleiben die Worte von Martin Luther King hier wegweisend: „Hass lähmt das Leben; Liebe befreit es. Hass verwirrt das Leben; Liebe bringt es ins Gleichgewicht. Hass verdunkelt das Leben; Liebe erleuchtet es.“ „Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben, das kann nur Licht. Hass kann Hass nicht vertreiben, das kann nur die Liebe.“ Martin Luther King
9. Die Harmoniesucht:
Treffend erklärt Nikolaus Schneeweiß zu dem Thema: Die Sucht nach Harmonie ist eine regelrechte Geißel unserer Zeit geworden, sie lähmt den Verstand und lässt das Böse freudig gewähren. Nikolaus Schneeweiß
Menschen, die gerne Konflikte meiden, leiden zumeist an Harmoniesucht. Konflikte belasten sie und trennen sie von ihrer eigenen heilen Kunstwelt. Die eigentlichen Hintergründe für Harmoniesucht sind geistige Faulheit, Ängste und Morallosigkeit. Viele haben Angst, sich mit den problematischen Zuständen dieser Erde auseinanderzusetzen, und flüchten sich in ihre kleine heile Welt. Sie haben Angst, anzuecken oder gar Ablehnung für ihre Meinung zu erfahren, also schweigen sie und fügen sich in die Herde der braven Schafe ein. Viele lassen sich insbesondere in ihrem gesellschaftlichen Dasein einreden: Je unkomplizierter und gefügiger ich bin, umso mehr erfahre ich Anerkennung und harmonische Gemeinschaft mit anderen. Albert Einstein sagte dazu: „Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.“ Lass dir gesagt sein: „Nichts bringt uns in größere Übel, als wenn wir uns nach dem Gerede der Leute richten, die für das Beste halten, was »allgemein angenommen« ist, nicht nach Vernunftgründen, sondern nach Beispielen leben.“ Lucius Annaeus Seneca
10. Die Dummheit:
Thomas Kliche analysiert: „Die Gesellschaft hierzulande leidet an einer kollektiven Bequemlichkeitsverblödung.“ Noam Chomsky führt dazu aus: „Die Mehrheit der gewöhnlichen Bevölkerung versteht nicht, was wirklich geschieht.“ „Und sie versteht noch nicht einmal, dass sie es nicht versteht!“
Auch hier lernt die Menschheit nur wenig aus ihrer eigenen Geschichte. Jean de la Fontaine erklärt richtigerweise: „Zu allen Zeiten haben die Kleinen für die Dummheit der Großen büßen müssen.“ Anzumerken sei dabei, dass die sogenannten Kleinen so dumm waren, diese Dummheiten auch zu ertragen. „Autoritätsdusel ist der größte Feind der Wahrheit.“ wie Albert Einstein richtig erkannte. Martin Luther King lehrte dazu: „Nichts auf dieser Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz und gewissenhafte Dummheit.“ Schlussendlich sei dir gesagt: Wer das Denken anderen überlässt, begibt sich in die Unmündigkeit. Sie ist die moderne Form der Sklaverei. Von Nikolaus Schneeweiß
11. Die Süchte:
„Jede Form von Sucht ist schlecht, egal, ob die Droge Alkohol, Morphium oder Idealismus ist.“ So erklärt es Carl Gustav Jung
Nikolaus Schneeweiß schreibt dazu treffend: Süchte, egal ob nach Drogen, Medien, Ideologien, Reichtum, Anerkennung, Macht oder gar Liebe, sind krankhaft. Sie sind die niederste Form des Daseins. „Wer das Leben nur im Rausch erlebt, muss auch akzeptieren, dass es an ihm sinnlos vorbeirauscht.“ Nikolaus Schneeweiß
Süchtige sind willige Opfer für Manipulationen und in ihrem Geiste so vernebelt, dass sie Realitäten nicht mehr erkennen können. Süchtige geben ihre Selbstkontrolle an Substanzen oder Institutionen ab, die sie dann steuern. Mächtige Interessensgruppen fördern diese vielfältigen Süchte nur allzu gern, denn sie lenken vom eigentlichen Geschehen ab und verwirren den Geist. Sie wissen: „Alles, was gigantische Formen annimmt, kann imponieren, auch die Dummheit“, so Erich Kästner
Ein freier und mündiger Mensch widersteht den vielfältigen Süchten, weil er weiß, sie sind nur Lügengebilde und Trugbilder. Sie zerstören den guten Charakter, die natürliche Intuition, den freien Geist und führen dich weg von Göttlichkeiten.
Abschließend zu diesem Thema möchte ich anmerken: Hätte ich auf meine Lehrer in der Kindheit gehört, hätte ich Sozialist werden sollen und an den Sozialismus glauben sollen. Hätte ich auf meine Eltern gehört, dann hätte ich nach Erfolg und Reichtum streben müssen. Hätte ich auf die Politiker gehört, dann hätte ich stillschweigend eine Vielzahl an Verbrechen akzeptieren oder gar mitmachen sollen. Hätte ich auf Religionsführer gehört, dann hätte ich Gott in die Schubladen menschlicher Dummheiten stecken müssen. Hätte ich auf meine Frustrationen über diese Welt gehört, dann wäre ich längst tot. Ich habe auf Gott gehört und ich habe erkannt: In meinem täglichen Dasein muss ich mich jeden Tag hinterfragen und ausschließlich am Maßstab von Gott messen. Denn Gott allein ist der Maßstab, alles andere sind nur Trugbilder menschlicher Narretei („Du kannst nicht zwei Herren dienen!“). Oder wie Philo von Alexandrien einst sagte: „Es ist unmöglich, dass sich die Liebe zur Welt vereinigt mit der Liebe zu Gott, wie es auch unmöglich ist, dass sich Licht und Finsternis zusammen und miteinander vorfinden“. Und weil das so ist, muss alles im Spiegel Gottes in seinem Bestehen ergründet werden: „Denn Gott gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Verstand“. Sprüche 2,6
Ende Teil 3
Lügen Teil 4
Lügen und die Politik und ihre medialen Helfershelfer
Wie bereits in den vorherigen Videos erwähnt wurde, ist es Teil der menschlichen Natur, in gewissem Maße unehrlich zu sein. Es ist daher nicht überraschend, dass auch in Politik und Medien Unwahrheiten verbreitet werden. Lässt sich das verlogene Verhalten von Politikern und Medien mit dieser menschlichen Eigenschaft rechtfertigen? Auf keinen Fall! Hier wird vielmehr über eine erhebliche Menge an bewusster Fehlinformation und Absichten zur Täuschung gesprochen, um Ziele zu erreichen, die weit über die persönliche Ebene hinausgehen. Personen, die im Dienste anderer handeln, tragen eine Verantwortung für das Allgemeinwohl, die über persönliche Ziele gestellt werden sollte. Dieser Grundsatz sollte universell sein, aber die Vergangenheit zeigt uns das genaue Gegenteil.
Die Historie der Menschheit zeigt uns, dass durch Machtstreben und Größenwahn unter Zuhilfenahme von Täuschung und Unwahrheiten schwerwiegendes Unrecht und gravierende Verbrechen verübt wurden. In jedem Jahrhundert wurden Feindbilder konstruiert, um politische Ziele zu erreichen. Die Verfolgungen von religiösen Instanzen gegen Andersdenkende und Andersgläubige stehen hier geradezu beispielhaft als bedenkliches Muster. Auch der Völkermord wurde unter Berufung auf religiöse Ziele gerechtfertigt. Hinter diesen Entgleisungen menschlicher Handlungsweisen stehen politische Schandtaten in keiner Weise zurück. Gerade das 20. Jahrhundert verdeutlichte, dass politische Falschaussagen zu Kriegen und Völkermorden führten.
All dies konnte nur geschehen, weil Menschen bereitwillig den Unwahrheiten gefolgt sind. Ihren Verstand sowie ihre moralische und ethische Eigenverantwortung haben sie an Verbrecher übertragen und sind diesen Verführern nur zu bereitwillig gefolgt. Ein Zitat von Albert Einstein besagt: „Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“ Albert Einstein hat mit dieser Aussage präzise die Ursache identifiziert, die zu dieser verheerenden Geschichte der Menschheit geführt hat. Die Bürger der einzelnen Länder sind es selbst, die den Verführern die Möglichkeit geben, ihre Machenschaften zu betreiben, indem sie bereitwillig zu Komplizen und Ausführern extremster Ideologien werden.
Ein zusätzlicher Gesichtspunkt, den ich bereits in einem früheren Video über das Thema Lügen erwähnt habe, sind die Medien. Bereits in der Antike wurden Medien eingesetzt, um rücksichtslose politische Ziele zu verfolgen. Propaganda ist kein modernes Konzept, sondern ein bewährtes Mittel, das schon lange existiert. In den vergangenen Jahrhunderten hat zweifellos eine enorme Zunahme dieser medialen Macht stattgefunden, die loyal politischen Interessen gedient hat. Des Weiteren haben sie maßgeblich zur Verbreitung von Fehlinformationen und zur Verblödung der Bevölkerung beigetragen. Vor allem die staatlichen Medien haben und hatten eine äußerst bedauerliche Funktion inne und tragen daher in gleichem Maße die Verantwortung für die historischen Ereignisse. Jedoch sollte jeder erwachsene Bürger die Verpflichtung haben, Informationen zu überprüfen und nicht einfach ungeprüft zu akzeptieren. Schon in der Antike erkannte Lucius Annaeus Seneca: „Das meiste Unheil richtet Leichtgläubigkeit an.“
Häufig werde ich von jüngeren Menschen gefragt, wie es möglich war, dass die Menschen in großer Zahl solchen Monstern wie Hitler, Stalin, Mao usw. bedingungslos gefolgt sind. Es wäre klar gewesen, welche schrecklichen Dinge sie befürworteten und umsetzten. Ich kann dies nur bekräftigen: Ja, es war klar ersichtlich, aber die überwiegende Mehrheit der Menschen bevorzugte es, den Lügen zu glauben oder sie ohne Widerspruch hinzunehmen. Es sollte jedoch auch angemerkt werden, dass es grundsätzlich leichter ist, einen Rückblick in die Historie zu wagen, als gegenwärtige Situationen zu erfassen. Es wäre klug, aus der Geschichte zu lernen!
Haben die Menschen des 21. Jahrhunderts aus dem letzten Jahrhundert gelernt? Offensichtlich nur äußerst bedingt. Diese nüchterne Analyse hat sich insbesondere in den letzten fünf Jahren mehr als deutlich bestätigt. Besonders erschreckend offenbart sich, wie leichtgläubig und im blinden Gehorsam erneut Menschen politischen Ideologien und medialen Gehirnverneblern willig folgen. Offensichtliche Lügen werden ignoriert und bereitwillig ausgeblendet. Ja, selbst wenn Politiker nicht einmal verschweigen, dass sie mit der Wahrheit nicht viel am Hut haben, wird bereitwillig weggeschaut. Ein trauriges Beispiel dafür lieferte beispielsweise ein gewisser Karl Lauterbach: „Wahrheit führt in sehr vielen Fällen zum politischen Tod.“ Sein ehemaliger Parteigenosse Helmut Schmidt warnte einst vergeblich: „Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden.“ Solche Dummheiten fallen offensichtlich auf fruchtbaren Boden, weil noch immer Unmündigkeit, Gewissenlosigkeit, Bildungsfaulheit, Obrigkeitsgehorsam und Gleichgültigkeit selbst gegen seine Nächsten tief im Wesen von Menschen verwurzelt sind. Medial bestärkt glauben diese Verirrten auch noch, sie seien die guten Schafe in der Herde, die brav ihrem Hirten folgen und dafür auch belohnt werden. Bisher lehrte die Geschichte, dass am Ende die Schäfchen zur Schlachtbank geführt wurden, selten ihre Hirten. Was jedoch noch bedauerlich ist, ist, dass diese Schafe sich selbst zu reißenden Wölfen machen lassen, um Unrecht zu verteidigen, und somit zu Helfershelfern der Lüge werden. All das wird natürlich ebenfalls medial mit völlig absurden Lügengeschichten untermauert, um der politischen Agenda in abscheulicher Weise treu zu Diensten zu sein.
Stefan Zweig sagte einmal: „Wahrhaftigkeit und Politik wohnen selten unter einem Dach.“ und George Bernard erklärte: „Für einen Politiker ist es gefährlich, die Wahrheit zu sagen.“ „Die Leute könnten sich daran gewöhnen, die Wahrheit hören zu wollen.“
Otto von Bismarck sagte: „Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.“ Diese schändliche Tatsache ist offensichtlich den meisten Menschen bewusst und doch wird sie anstandslos akzeptiert. Allein dieser geduldete Zustand ist die Ursache dafür, dass es Verführern immer wieder möglich ist, mit ihren Lügen Politik zu machen, denn diese Führer und ihre verführerischen Mittäter wurden und werden von dem Volk gewählt. Alexis de Tocqueville fasst es so zusammen: „Es ist wirklich schwer einzusehen, wie Menschen, die der Gewohnheit, sich selbst zu regieren, vollständig entsagt haben, imstande sein könnten, diejenigen gut auszuwählen, die sie regieren sollen.“
Welch ein absurdes Schauspiel und was für ein Skandal. Mit vollem Bewusstsein wird das Belogenwerden in Kauf genommen, um sich dann von diesen Leuten mitregieren zu lassen. Das ist schon sehr grotesk und zeigt, wie abgrundtief die ethische und moralische Verwahrlosung zum politischen Standard verkommen ist. Wäre es nicht besser, genau denen zu folgen, die bemüht sind, in aufrechter Wahrheit auf dem Fundament von Ethik sowie Moral und einem gottgefälligen Dasein zu folgen? Der Verstand müsste dazu eigentlich ja sagen, doch das könnte eventuell unbequem für die Bürger werden, denn ein solcher Politiker müsste beispielsweise bekennen: Nur mit dem Volk zusammen kann man regieren, denn des Volkes Wille ist die oberste Priorität und nicht Parteipolitik oder persönliche Ambitionen. Das ist mühsam und anstrengend und erfordert mündige, gebildete und vor allem lernfähige Bürger, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Johann Wolfgang von Goethe erkannte zu seiner Zeit schon: „Welche Regierung die beste sei?“ „Diejenige, die uns lehrt, uns selbst zu regieren.“
Was sich auf nationaler Ebene abspielt, findet auch in der internationalen Politik seinen Widerhall. Egon Baar hat es einmal sehr treffend formuliert: „In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte.“ Es geht um die Interessen von Staaten. „Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“ Mehr ist diesen offenbarenden Worten nicht hinzuzufügen.
Noam Chomsky sagte einmal in treffender Weise: „Die Bürger demokratischer Gesellschaften sollten Kurse für geistige Selbstverteidigung besuchen, um sich gegen Manipulation und Kontrolle wehren zu können.“ Und weiter führt er aus: „Der kluge Weg, Menschen passiv und gehorsam zu halten, besteht darin, das Spektrum akzeptabler Meinungen streng einzuschränken, aber eine sehr lebhafte Debatte innerhalb dieses Spektrums zuzulassen – und sogar kritischere und dissidente Ansichten zu fördern.“ „Das gibt den Menschen das Gefühl, dass freies Denken im Gange ist, während die Voraussetzungen des Systems durch die Grenzen der Debatten immer weiter verschärft werden.“ Noam Chomsky
Schlussendlich sind auch hier die mahnenden Worte des Rabbi Jeshua aus Nazareth aktueller denn je: „An den Früchten (ihrer Taten) werdet ihr sie erkennen! Man sammelt doch keine Trauben vom Dornenbusch oder von Disteln die Feigen? 7.17. So bringt ein jeder gute Baum gute Früchte hervor, der faule Baum aber bringt schlechte Früchte hervor. 7.18. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte hervorbringen. 7.19. Jeder Baum, nicht bringend gute Frucht, wird umgehauen und wird ins Feuer geworfen. 7.20. Folglich, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!“
Über die Macht der Worte
Wer kennt ihn nicht, einen der berühmtesten aller Sätze: „Gott sprach: Licht werde!“ „Licht ward.“ (Bereschit 1,3 – Genesis)
Die Bibel erzählt, dass aus den Worten Gottes die Erde, ja das gesamte Universum geschaffen wurde. Was für eine unvorstellbar große Macht hinter diesen und in diesen Worten steckt!
Sind wir uns eigentlich der Macht unserer Worte wirklich bewusst? Allein schon im alltäglichen Leben sind es mehrheitlich Worte, die unser Zusammenleben formen.
Die Macht der Worte ist sehr groß, weil Worte sich schnell in aktiven Taten manifestieren können (zum Beispiel in Anweisungen, Befehlen usw.). Worte sind zumeist das Ventil für unsere Emotionen, im Positiven wie auch im Negativen. Wer hat nicht schon aus Emotionen heraus gesprochen und gute und böse Worte gesagt, die dann massive Konsequenzen nach sich zogen, was jetzt nicht unbedingt negativ gewichtet sein muss? Und andererseits lösen Worte größte Emotionen aus, auch hier im Guten wie im Schlechten. Im Guten können sie Glücksgefühle erzeugen, die zu großen Taten animieren, ja selbst die Liebe kann durch Worte erweckt werden. Im Negativen können Worte im wahrsten Sinne des Wortes krankmachen oder gar töten.
Nicht selten bestimmen Worte anderer Menschen unser Leben. Leider werden viel zu oft solche Worte zu Wegweisern im Leben von Menschen, die eigentlich unvereinbar mit ihrem Wesen und Dasein sind. Trotzdem steht für viele Menschen oftmals das gesprochene Wort über ihrem Denken und Fühlen, und deshalb tun Menschen Dinge, die völlig abnormal sind.
Hier muss man gar nicht erst an das Thema Krieg denken, sondern darf sich in seinem eigenen Umfeld umschauen, nämlich bei den vielen sogenannten Jasagern. Wie oft sagen Menschen nicht, was sie wirklich denken und fühlen, sondern sprechen aus Konfliktscheu oder Angst heraus Worte, die ganz Gegenteiliges beinhalten und folglich dann auch, ganz konträr zum wirklichen Denken und Fühlen, Gegenteiliges bewirken.
Wie oft wird gelogen, werden bewusst falsche Worte gesprochen? Wie viel Unheil haben falsche Worte in Form von Anschuldigungen unschuldige Menschenleben gekostet? Ich denke da beispielsweise an die unsäglichen Hexenprozesse. Es ist jedoch gar nicht nötig, so weit in die Menschheitsgeschichte zurückzugehen: Verleumdungen finden immer noch tagtäglich statt.
Wie oft widmen wir Menschen uns den negativen Worten anderer Leute und schenken ihnen mehr Aufmerksamkeit als freundlichen Impulsen aus unserer Umwelt? Manche Menschen stellen sogar auf Grund dessen, was andere Leute sagen, ihr Leben um. Ein Beispiel für die Macht der Worte, insbesondere wenn es sich um Negationen handelt.
Worte sind sehr mächtig, sie haben Kriege heraufbeschworen, Völkermorde ausgelöst und nur selten nachhaltig für Frieden und Völkerverständigung gesorgt, trotz vieler schöner Worte.
Bist du dir bewusst, welche Macht in Worten verborgen liegt, welche Energien Worte freisetzen können, welcher Segen und welcher Fluch in gesprochenen Worten liegen kann? Welche Macht gibst du den Worten anderer Menschen? Haben sie Einfluss und Macht über dein Leben, oder bist du ein so freier und selbstbewusster Mensch, dass du widersprechen und Widerworte geben kannst, wenn etwas gegen deine Überzeugungen, ethischen Ansichten und gegen deine göttlichen Erfahrungen verstößt? Sei ehrlich zu dir selbst!
Die Psychologie lehrt uns, dass Worte, Gedanken und Visualisierungen sich in der äußeren Welt manifestieren, wenn wir diese regelmäßig wiederholen. Gedanken sind Dinge, und du bist bzw. wirst sein, was du denkst. Mehr noch gilt das für das gesprochene Wort. Was du sagst, das wird sein! Worte sind Energie und wie wir aus der Quantenphysik wissen, kann sich jede Form dieser Energie materialisieren.
Abschließend möchte ich dir noch 10 Wegweisungen zum Nachdenken geben:
1. Dein Ja sei ein Ja und dein Nein sei ein Nein. (Rabbi Jeshua von Nazareth)
2. Die Fähigkeit, das Wort „Nein" auszusprechen, ist der erste Schritt zur Freiheit. (Nicolas Chamfort)
3. Worte können nicht Blut und Tränen wegwischen, aber Worte können Blut und Tränen verursachen. (Nikolaus Schneeweiß)
4. Die kürzesten Wörter, nämlich ‚ja' und ‚nein‘, erfordern das meiste Nachdenken. (Pythagoras von Samos)
5. Ein freundliches Wort kostet nichts, und dennoch ist es das Schönste aller Geschenke. (Daphne du Maurier)
6. Missioniert bzw. überzeugt die Menschen weniger mit Worten als mit Taten. (Nikolaus Schneeweiß)
7. Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit. (Anatole France)
8. Belüge dich niemals selbst, das ist die Krone allen Betruges! Sei nicht so töricht, dich zu überschätzen. Halte dich selbst niemals für zu gut, zu erhaben, zu weise oder sonst etwas Besonderes! Das einzige Vollkommene, Gute, Erhabene und Weise sind Göttlichkeiten! (Master Absalom)
9. Weder Schimpfen noch Lachen kann die Welt ändern. (Jüdisches Sprichwort)
10. Wenn es so viele gute Taten wie schöne Wörter auf der Erde gäbe, wäre unser Planet ein Paradies. (Nikolaus Schneeweiß)
Wachgedanken über das Offenbarwerden spiritueller und religiöser Kräfte während der Pandemie
Zu Beginn meiner Ausführungen möchte ich Folgendes Zitat von Francisco de Goya stellen:
„Wenn die Vernunft einschläft, erwachen die Dämonen.“
Auf dieses Zitat werde ich noch zurückkommen, denn es offenbart eine grundlegende Wahrheit.
Mit dem Beginn der Pandemie und den verkündeten Maßnahmen sowie deren verheißungsvollen
Wundermitteln, um dem Übel ein Ende zu setzen, fragte ich mich, wessen Geistes Kinder hier am
Werk sind. Abgesehen von den seltsamen, einheitlichen medialen Manipulationsgenbahren, der
Medienvirusmaschine, und den zweifelhaften fachlichen Verlautbarungen, die jeglichen Grundsatz
der Wissenschaftlichkeit verlassen haben, hatte ich erwartet, dass zumindest die Mehrheit der
gebildeten Menschen ernsthafte Nachfragen stellt.
Hatte man schon die Grundsätze jeglicher wissenschaftlichen Arbeit vergessen: These, Antithese und Synthese. Thesen gab es viele von Politikern und sogenannten Fachleuten, und Antithesen von ernstzunehmenden Wissenschaftlern und geistig wachen und mit Gott verbundenen Menschen auch, doch die wurden zum Schweigen gebracht und so gab es folglich auch keine Synthese. Allein diese Tatsache hätte aus rein menschlichen Gesichtspunkten jedem mündigen Menschen auffallen müssen. Doch spätestens bei den sogenannten Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung hätte man wach werden müssen, denn als gesunder Mensch mit einem gesunden Menschenverstand gibt es keinen Grund, bei dem verheißenen Privilegierungsunfug (Belohnungen, Essen gehen, Bewegungsfreiheit, Joberhalt usw.) mitzumachen. Ich bin davon ausgegangen, dass die Zeiten des Untertanentums und
Obrigkeitsgehorsams in diesem Land und in Europa vorbei wären. Wer persönliche Freiheit als
erwerbbare, verdienstbare oder kaufbare Ware ansieht, der hat jegliche Grundzüge von Demokratie
und Gerechtigkeit verloren. Das ist die nüchterne Bilanz der Geschehnisse auf menschlicher Ebene.
Es mag eventuell gerade bei den Deutschen ein entlastender Faktor hinzukommen, denn der
weltbekannte Hirnforscher Ernst Pöppel beschreibt. Nach intensiven wissenschaftlichen Studien
über „die Deutschen“ stellte er fest, „..dass sich viele Menschen zu unkritisch den Ansichten
anderer anschließen und Dinge nicht ausreichend hinterfragen". Zitat: „Wir verlassen uns zu sehr
darauf, dass für uns gedacht wird.“ Wir schließen uns bereitwillig Meinungen an, die andere bereits
vorgeformt haben. „Damit leben wir in selbstverschuldeter Unmündigkeit.“ Und weiter führt er aus:
„Ich schätze, dass nur rund zehn Prozent der Menschen selber denken und ihr Leben in die eigene
Hand nehmen.“ Ich vermute jedoch, dass es hier schon immer so etwas wie eine 90/10-Regel
gegeben hat. Neu ist jedoch der Einfluss der digitalen Medien. Das ist die digitale Version des
Rattenfängers von Hameln. Sich an anderen zu orientieren und Dinge nicht infrage zu stellen, ist ja
so bequem. „Dem sich unkritisch anzuschließen, was andere schon gesagt haben, ist gefährlich.“
(Quelle: „Traut euch zu denken“ von Ernst Pöppel und Beatrice Wagner) Um es auf den Punkt zu
bringen: „Die Gesellschaft hierzulande leidet an einer kollektiven Bequemlichkeitsverblödung", so
der Politikwissenschaftler Thomas Kliche.
Dem Gegenüber steht: Ein mündiger und verantwortungsvoller Bürger informiert sich umfassend, gerade wenn es um die Themen demokratische Grundrechte, Selbstbestimmung, Mitverantwortung, Gesundheitsvorsorge und Schutz geht. Medien sollten dabei hilfreich sein, tun sie aber in der Mehrzahl nicht, sondern verbreiten selbst Falschmeldungen oder unterdrücken wissenschaftliche Erkenntnisse und schüren zugleich ein Klima der Diskriminierung gegenüber Wachdenkern und Mahnern. Hier nun trifft der Spruch von Francisco de Goya vollends zu: „Wenn die Vernunft einschläft, erwachen die
Dämonen.“ Anfügen möchte ich zu den wahren Satz Goyas: Wo die Vernunft schläft, werden
Menschen zum Spielball dieser dämonischen Kräfte und folglich zu Helfershelfern sowie Mittätern.
Denn wenn Lug und Betrug, Unrecht und Willkür herrschen und man diesem Zustand wehrlos sich
hingibt, wird man zum Bestandteil dieser schrecklichen Taten. Und bedauerlicherweise ist ein
solches Verhalten gerade bei den Deutschen kein einmaliges Geschehen in ihrer Geschichte.
Hier gilt wohl der Satz von Desmond Tutu: „Wir lernen aus der Geschichte, dass wir nicht aus der
Geschichte lernen!“
Nun möchte ich mich dem eigentlichen Thema „Wachgedanken über das Offenbarwerden
spiritueller und religiöser Kräfte während der Pandemie“ zuwenden.
Schwierige Situationen, sei es in der Gesellschaft oder im persönlichen Leben, bieten oft eine
hervorragende Basis dafür, Spreu von Weizen zu erkennen und zu trennen. Die internationale
pandemische Hysterie bot dafür ein wahrlich geeignetes Feld des Prüfens, Erforschens und für
Entscheidungsfindungen.
Die Basis dafür waren nicht nur die Beobachtungen von Handlungsweisen der Politik und Medien
und ihre Wirkungsweisen auf die Bevölkerung, sondern auch der Aktionismus gesellschaftlicher
Organisationen, religiöser Institutionen und ihrer Wortführer. Ich habe mir beispielsweise sehr
genau das Verhalten verschiedenster religiöser und angeblich spiritueller Gruppierungen oder
Personen, die glauben, Gott in besonderer Weise sehr nahe zu stehen, angeschaut.
Dazu habe ich unter den verschiedensten Personen, die eine gewisse religiöse oder spirituelle Autorität verkörpern, folgende schriftliche Anfrage gestellt: Soll ich mich impfen lassen? Ich fügte noch an, dass es mir sehr wichtig ist, bei meiner Entscheidung, in Gottes Willen zu sein, doch verunsichert zu sein. Diese simple Frage stellte ich an folgende Organisationen bzw. verschiedenste Vertreter: katholische
Geistliche, evangelische Geistliche, diversen freikirchlichen Pastoren, etliche bekannte jüdische
Rabbiner, zwei islamische Geistliche, drei buddhistischen Mönchen aus verschiedenen
europäischen Staaten, sogenannten geistigen Heilern bis hin zu Heilpraktikern, die sich einer
gewissen Spiritualität rühmen, und vier Schamanen aus verschiedenen Ländern. Das tat ich
schlussendlich aus der tiefen Überzeugung, die in Micah 6/8 gut zusammengefasst ist: „Er hat dir
kundgetan, o Mensch, was gut ist, und was der Herr von dir fordert, ist doch nur; auf Recht halten,
Liebe üben und demütig wandeln vor deinem Gott.“
Das Fazit meiner Antworten war überaus ernüchternd, und mehr noch war erschreckend, mit
welcher Inbrunst so manche „geistigen“ Repräsentanten mich animieren wollten, diesen
gefährlichen Schritt zu tätigen. Hier einige kurze Zitate dazu:
1. Christliche Antworten: „Es ist Gottes Wille“, „Es ist ein Akt der Nächstenliebe“, „Wir müssen der Obrigkeit gehorsam sein“, „Der Heilige Geist hat die Richtigkeit bestätigt“, „Du solltest mehr auf Jesus vertrauen“. „Schließe dich nicht aus der Gemeinschaft der Gläubigen aus.“
2. Von islamischer Seite war es relativ einhellig: „Es ist alles halal, also erlaubt und somit kein Problem“.
3. Von jüdischer Seite war es deutlich differenzierter: Ein Rabbiner schrieb mir: „Ja, du musst das tun, alles ist Kosher“, ein anderer meinte: „Es ist deine Entscheidung, prüfe genau“, und wieder ein anderer sagte sehr klar: „Nein, das ist das Werk von Dämonen, verkaufe nicht deine Seele an diese dunklen Mächte.“
4. Sehr nett waren die Antworten von buddhistischer Seite, die alles und nichts bedeuteten: „Niemand rettet uns, außer wir selbst.“ Niemand kann und niemand darf das. „Wir müssen selbst den Weg gehen.“
„Lerne loszulassen. „Das ist der Schlüssel zum Glück.“, „Nicht außerhalb, nur in sich selbst soll
man den Frieden suchen. „Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts, und er verwirft
auch nichts.“. Mehr noch verwundeten mich die Antworten von sogenannten geistigen Heilern bis
hin zu Heilpraktikern: „Du wirst nur Ärger bekommen, wenn du es nicht tust“, „Die Impfung ist
ungefährlich“, „Wenn wir es nicht machen, dann müssen wir unsere Praxis schließen.“, „Die große
Göttin hat gesagt, es ist kein Problem“, „Was ist das für eine Frage, die anderen Schutzimpfungen
waren doch auch ungefährlich, in welchem Zeitalter lebst du.“ Bleiben noch die vier Schamanen
übrig, und hier war die Antwort immer gleich: „Nein, denn es sind sehr dunkle Mächte am Werk.“
Unweigerlich musste ich bei so manchen Antworten an den Propheten Jeschajahu denken, der einst
sagte: „Weil sich dieses Volk mit seinem Mund mir naht und mich mit seinen Lippen ehrt, während
es doch sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur angelerntes Menschengebot ist,
siehe, so will auch ich künftig mit diesem Volk wundersam, ja überaus wundersam und
verwunderlich umgehen. Und die Weisheit seiner Weisen soll zunichte werden und der Verstand
seiner Verständigen unauffindbar sein.“ Und: „Wir haben einen Bund geschlossen mit dem Tode
und mit der Hölle einen Vertrag gemacht; die daherflutende Geißel wird, wenn sie hereinbricht, nicht an uns kommen, weil wir den Trug zu unserer Zuflucht gemacht und in der Lüge uns geborgen.“
Schlussendlich sei noch Rabbi Jeshua aus Nazareth zitiert: „Setzt entweder einen guten Baum, so
wird die Frucht gut; oder setzt einen faulen Baum, so wird die Frucht faul. Denn an der Frucht
erkennt man den Baum. Ihr Otterngezüchte, wie könnt ihr Gutes reden, dieweil ihr böse seid? Wes
das Herz voll ist, des geht der Mund über. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus seinem guten
Schatz des Herzens; und ein böser Mensch bringt Böses hervor aus seinem bösen Schatz. Ich sage
euch aber, dass die Menschen müssen Rechenschaft geben am Jüngsten Gericht von einem
jeglichen unnützen Wort, das sie geredet haben. Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden,
und aus deinen Worten wirst du verdammt werden.“
Wenn eine Religion ihre eigenen Werte und Grundsätze permanent zu Gunsten politischer
ideologischer Gegebenheiten verrät, macht sie sich unglaubwürdig. Sie tritt ihren ethischen und
moralischen Anspruch mit den eigenen Füßen. Darüber hinaus verschließen diese Organisationen
offensichtlich ihre Ohren für Gottes Anliegen. Nichts Neues in der Kirchengeschichte der
katholischen und evangelischen Kirche! Man will offensichtlich nichts aus der eigenen Historie
lernen, und so ist und bleibt man ein Wiederholungstäter und Diener dunkler dämonischer Mächte.
Das Selbst verwundert mich nicht. Was mich jedoch erstaunt, sind die sogenannten charismatischen
Freikirchen, die in ihrer Mehrheit die Ohren verschlossen hielten und sich bereitwillig den
Begehrlichkeiten dunkler Mächte öffneten und diese auch förderten. Natürlich biblisch fundiert mit
der Pauschalausrede der Obrigkeitshörigkeit. Dabei vergessen sie natürlich nur allzu gern, alles
ernsthaft, kritisch und geistlich zu prüfen und schlussendlich mehr auf Gott zu hören als auf
Menschen. Was von solchen Geistbegabten zu halten ist, zeigen ihre Früchte mehr als deutlich.
Noch schlimmer ist jedoch, dass wahrlich wache Menschen, die offensichtlich noch Herr ihres
Verstandes und vor allem ihrer spirituellen Fähigkeiten waren, von ihren sogenannten
Mitgeschwistern ausgegrenzt und verteufelt wurden. Das ist schlussendlich der letzte Beleg dafür,
wessen finsterer Geist in solchen Gemeinden vorherrscht. Sie sind es, die einen Bund geschlossen
mit dem Tode und mit der Hölle einen Vertrag gemacht haben.
Lobenswert sind natürlich all die Christenmenschen hervorzuheben, die dem Widersacher trotz
seiner Versprechungen widerstanden haben. Ihnen gilt folgende Geschichte: „Einst kam der Teufel
zu einem Weib und sagte: Wenn du meinen Samen nimmst und ihn austrägst (ein Kind gebärst),
dann schenke ich dir ein Königreich deiner Wahl, es soll dein Paradies sein.“ Ehrlich, fragte das
Weib, würdest du das wirklich tun, Teufel, mir ein Königreich meiner Wahl schenken? Ja, ich gebe
dir mein Wort „Weib!“ Gut, sagte das Weib, dann soll es so sein. Ich wünsche mir das Königtum der
Himmel (Gottes) und nun lasse uns zur Tat schreiten. Da sprach der Teufel erbost: Ich biete dir
Vergnügungen des Glückes und der Macht, den Augenblick des erwählt Seins und der Herrschaft
über viele Menschen. Weib, du verlangst etwas von mir, das kann ich dir nicht geben, denn ich kann
dir nur geben, was mir gehört. Das dachte ich mir, sagte das Weib, dir gehört nichts und mir alles,
und das ist mein Leben! „Es wird dir nie gehören, für kein Königreich dieser Welt ist es zu haben.“
Erstaunlich empfand ich ebenfalls die jüdischen Reaktionen. Ein Rabbi, der sich als besonders
charismatisch darstellt, fordert meinen Gang zur Impfung, hingegen ein sehr orthodoxer Rabbiner
mich zur Vorsicht mahnt, ohne mir eine Entscheidung zu erleichtern, und ein kabbalistischer Rabbi
nennt das Kind beim Namen und rät mir folglich ab. Auch hier zeigte sich die Spreu vom Weizen.
Dass die buddhistischen Mönche mir mit Sprüchen Buddhas antworteten, zeigte mir, dass sie mit
einer persönlichen Meinung zu heiklen Themen keine Konfrontation eingehen möchten. Lediglich
ein Mönch ließ durch sein Zitat seine Gesinnung erkennen: „Niemand rettet uns, außer wir selbst.“
Niemand kann und niemand darf das. „Wir müssen selbst den Weg gehen.“ Respekt für diese
Aussage, die ebenfalls viel Weisheit erkennen lässt.
Sehr erschreckend waren für mich die Vielzahl von Antworten von sogenannten spirituellen
Menschen. Hier mag ich mir ersparen, näher auf die Ängstlichkeit und geistigen Abgründe
einzugehen.
Sehr erfreulich waren hingegen die Antworten der Schamanen bzw. echten Heiler. Einer schrieb
mir noch dazu: Gutes kann niemals aus Lüge und Gewalt entstehen. Er zitierte Gandhi.
Die pandemische Situation hat zumindest ein Gutes in sich getragen: Es wurde offenbar, wer Spreu
und wer Weizen ist. Es zeigte sich, wer ein offenes Ohr für Gottes Wegweisungen hat und wer
nicht. Immer wenn finstere Zeiten anbrechen, zeigen sich die wenigen echten Leuchten der
Gotteserkenntnis, egal in welcher Religion oder anderweitigen spirituellen Richtung. Und selbst die,
die meinen, keine Beziehung zu Göttlichkeiten zu haben und einzig ihrem Verstand und ihrer
Intuition folgen: Sie sind näher an Gottes Heilswillen für uns Menschen als die vielen Verführer in
den religiösen oder spirituellen Organisationen. An ihren Früchten erkennt ihr sie!
Er hat dir kundgetan, o Mensch, was gut ist, und was der Herr von dir fordert ist doch nur; auf
Recht halten, Liebe üben und demütig wandeln vor deinem Gott. Micah 6/8
Mit natürlichen spirituellen Kräften leben
Ist dir bewusst, dass du eines Tages dein Leben verlieren wirst? Bist du dir darüber im Klaren, dass dieser Augenblick, in dem du diese Worte liest, schon beim nächsten Wort Vergangenheit ist- deine Vergangenheit? Du lebst in deinem jetzigen Leben nicht ewig, deine Zeit auf dieser Erde läuft unaufhaltsam ab. Ist dir das wirklich täglich bewusst? Zu Beginn dieses Textes möchte ich dich ganz direkt mit deinem Leben konfrontieren. Denn in diesem Vortrag geht es genau darum!
Vor einiger Zeit kam ein Mann zu mir in die persönliche Beratung, der mir von seinem alltäglichen Frust auf seiner Arbeitsstelle erzählte, davon, wie krank ihn die Arbeitsatmosphäre machte. Neid und Misstrauen, „Ellenbogengehabe“ und „Kriecherei“ gegenüber den Chefs bestimmten das Arbeitsklima. Auch privat lief es alles andere als gut, denn er führte ein Leben, das nichts mehr mit dem gemeinsam hatte, was er sich einst als junger Mensch erträumt hatte. Er kam zu der Erkenntnis, dass sein Leben eigentlich viel zu kurz ist, um noch weitere Jahre so dahinzuvegetieren. Ich konnte dem Mann nur zustimmen und sagen: „Sie haben recht, unsere Lebenszeit ist viel zu kurz und vor allem viel zu wertvoll dafür. Zumal der gesundheitliche Preis mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen wäre“. Dann sagte dieser Mann: „Aber was soll ich tun? Ich muss Geld verdienen, muss das Haus weiter abbezahlen und wer weiß, ob ich in meinem Alter noch einen besseren Job finde. Ich bin wie in einem Netz gefangen und komme da nicht mehr heraus“.
Ich konnte ihm nur darlegen, dass er ganz allein die Entscheidung treffen könnte, was für sein Leben richtig sei und was nicht. Allerdings riet ich ihm abzuwägen, ob seine Lebensumstände, dieses Haus, sein jetziges Einkommen und sein derzeitiger Job es wert sind, immer kränker und unausgeglichener zu werden. Lohnen sich Stress, die Erniedrigungen und Unfreiheiten oder würde sein Selbstwert ihm nicht sagen: So geht es nicht weiter, stopp, das habe ich nicht verdient. So soll mein Leben nicht weitergehen, ich möchte ein glückliches, sinnvolles und erfülltes Leben führen.
Es ist möglich, sich aus diesem Netz zu befreien! Natürlich heißt das auch, einschneidende Konsequenzen für das eigene Leben zu ziehen, doch bedeutet das automatisch, dass diese Entscheidungen langfristig negative Auswirkungen haben müssen? Ganz sicher nicht! Vielmehr eröffnet sich gerade in einer solchen Lebenssituation die Chance zum bewussten Neuanfang. Die Frage ist nur: Bist du es dir selbst wert und mündig genug, folgende Wahrheit für dich annehmen zu können: Göttlichkeit will nicht, dass du ein unglückliches und fremdbestimmtes Dasein fristest, sondern ein erfülltes Leben hast, indem du deine Träume und Visionen leben darfst? Bist du bereit, deinen Fokus von anerzogenen und vorgegebenen Strukturen zu lösen, um dich deinen seelischen, emotionalen und spirituellen Bereichen zuzuwenden? Diese haben mit Sicherheit weitaus mehr zu bieten, nämlich deine persönliche Berufung, das Entdecken deiner Talente und inneren Fähigkeiten, die beispielsweise im Berufsleben größere Befriedigung geben können.
Was bist du dir selbst wert? Liebst du dich selbst? Wie viel Achtung hast du vor dem Geschenk des Lebens, das wir nur auf Zeit in unseren „Händen“ halten? Bist du bereit, über den Tellerrand deiner menschlichen Strukturen und Normen zu schauen, um zu erleben, was dein inneres Selbst wirklich bedarf und wo deine Stärken und Talente liegen, die dir von der Schöpfung gegeben wurden?
Dazu braucht es Mut, denn jedes Gesellschaftssystem agiert mit Ängsten, die uns daran hindern sollen, selbstbestimmt und mündig zu leben. Du kannst sie überwinden! Überwinde deine Ängste! Wenn du aus der Kontinuität der Fremdbestimmtheit und Entmündigung, dem Materialismus und der Konsumabhängigkeit ausbrichst, dann bist du anders, und Anderssein hat seinen Preis! Wenn du z.B. Angst davor hast, was etwa andere Leute über dich sagen könnten und du deshalb dein Verhalten der gängigen Meinungsmache anpasst und damit eklatant im Widerspruch zu deinem Herzensanliegen, Gewissen und Verstand stehst, so wisse: Du bist unfrei und ein Gefangener genau jener Leute, die andere Menschen durch ihr Geschwätz unfrei und unselbstständig machen wollen. Sie zwingen dir ihren Willen auf und du bist somit ein Sklave ihrer Gedanken, Ansichten und Reden. Du solltest aber Kontrolle über dein eigenes Leben haben und diese Verantwortung nicht anderen Menschen überlassen!
Angst und Göttlichkeit sind miteinander unvereinbar! Göttliche Wirklichkeit möchte unsere Freiheit, Liebesfähigkeit, Barmherzigkeit, Verantwortlichkeit, Fürsorgepflicht, Widerstandsfähigkeit und Veränderungsmöglichkeit fördern. All dies ist nicht mit Angst vereinbar. Angst fesselt uns, hindert uns, begrenzt uns, raubt unsere Kraft, lenkt vom Wesentlichen ab und hindert uns, göttliche Fülle zu erlangen. Wir sollten lernen, unsere Ängste nicht zum Weggefährten unseres Lebens zu machen. Dies gilt besonders in Situationen, wo Menschen uns aufgrund eventueller Machtbefugnisse unter ihre Kontrolle bringen wollen und glauben, eine gewisse Macht über uns zu haben. Gerade eine solche Macht darf uns keine Angst machen, denn sie fußt letztlich nur auf materiellen Sanktionen, dein Geist ist aber frei. Wenn dein Geist aber auch unfrei wird, dann hast du ein Problem, nämlich mit dir selbst. Du bist dann nur noch eine Marionette in einem absurden Puppentheater. Das Drehbuch haben andere geschrieben und du musst dich dazu bewegen. Du bist in einem Netz gefangen! Lerne, dass es kein Müssen gibt, sondern nur ein Wollen und Dürfen! Begreife, dass nur du und kein anderer der Drehbuchautor deines Lebens sein sollst. Habe keine Angst vor Ausgrenzung, Sanktionen oder anderweitigen Repressalien, Göttlichkeiten werden mit dir sein! Du hast die Macht, dein Leben zu lenken und zu steuern, auf dass sich deine positiven Träume, Visionen und Wünsche erfüllen. Bleibe aufrichtig und standhaft in deinen Überzeugungen. Verbiege dich nicht für andere Menschen, um konform oder ihnen wohlgefällig zu sein, keine Verärgerung zu verursachen oder gar persönliche Vorteile zu erheischen, damit betrügst du dich nur selbst. Dein JA sei ein JA und dein NEIN sei ein NEIN!
Natürlich können wir dieser von Menschen gestalteten Welt mit ihrer oft rauen, turbulenten und rücksichtslosen Realität nicht entfliehen. Es bringt nichts, sich in Phantasiewelten zu flüchten. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir diesen menschlichen Realitäten gnadenlos ausgeliefert sind. Das sind wir nur dann, wenn wir nicht bereit sind, unser Leben selbstbestimmt und mündig in die Hand zu nehmen. Bedauerlich ist, dass viele Menschen, gerade in unserer Zeit, wieder neu erlernen müssen, ihre Macht und Kraft zurück in die eigenen Hände zu nehmen. Manchen Menschen fällt es schwer, Einfluss auf ihr Schicksal und ihre Lebensumstände zu nehmen und erfolgreich Widerstand zu leisten gegen psychische und negative spirituelle Einflüsse.
Rede ich von einem Leben mit natürlichen – spirituellen Kräften, dann spreche ich von Freiheit, von dem Recht auf Selbstbestimmung, von den Möglichkeiten, unser Leben aktiv und positiv in die von uns gewünschten Bahnen zu lenken, und möglichst im Einklang mit der Schöpfung und ihrem Schöpfer, unseren Lebensweg zu gestalten. Wir sind die Menschen, und wir haben die Macht, Dinge zu verändern und zu gestalten. Das bedeutet allerdings, dass wir erlernte und gewohnte Denk- und Verhaltensmuster in Frage stellen, diese bei Bedarf durchbrechen und das Wagnis eingehen müssen, neue Wege zu beschreiten, neues Wissen zu erwerben und folglich auch zu leben. Wer immer im gleichen Trott seines Lebens verharrt, der wird auch immer die gleichen Wege beschreiten, die gleichen Ziele erreichen und die gleichen Früchte ernten.
Von Anbeginn unseres Lebens brauchen und suchen wir Orientierung. Anfänglich sind es in erster Linie Eltern, die uns Lebensorientierung vermitteln und somit einen sicheren Rahmen zum Wachsen und Gedeihen geben. In späteren Jahren sind es Erzieher und Lehrer, Freunde und Bekannte, die Umwelt, Medien usw., die zunehmend Einfluss nehmen und Orientierungshilfe geben wollen. Bedauerlicherweise ist diese von außen gesteuerte Orientierung, gerade in unserer Gesellschaftsform, keine vorübergehend auftretende Begleitung, sondern ein regelrechtes Netz, das sich über unser ganzes Leben legen möchte. So erhalten wir zum Beispiel Orientierungsvorgaben darüber, welches Produkt uns am besten schmecken sollte, welche Kleidung uns am besten stehen würde, welche moralischen und emotionalen Ansichten wir vertreten müssen, bis dahin, was wir glauben oder nicht glauben sollten oder gar dürfen. Dieses Netz, das sich um uns spannt, ist keineswegs eng gefasst, sondern erlaubt uns einen ziemlich großen Bewegungsspielraum. Eigentlich, so darf man sagen, leben wir in einer sehr freien und gut durchorganisierten Welt. Dennoch fehlt etwas ganz Entscheidendes: Unsere innere seelische und spirituelle und damit ganz persönliche Orientierung wird nicht gefördert. Die Basis unserer persönlichen Orientierung ist selten auf unser inneres, seelisches und spirituelles Dasein ausgerichtet, sondern erreicht uns von außen, wird uns suggeriert und indoktriniert. Nicht die Individualität des Einzelnen, die Einzigartigkeit und Besonderheit des schöpferischen Wesens steht im Mittelpunkt, sondern das Herdenwesen, welches sich im Netz gesellschaftlicher Strukturen konform bewegen soll. Und so werden Menschen jeden Alters zu Meinungskonsumenten geformt, die, gleich einer Monokultur, zusammenleben sollen. Genau deshalb lassen sich Menschen nur allzu leicht verführen das zu glauben, was ihnen vorgesetzt wird, weil die Instanzen – egal ob politisch, wirtschaftlich oder religiös - zu wissen glauben, was Menschen brauchen und was nicht, was gedacht, gelebt und sogar geglaubt werden muss, um gesellschaftlichen Normen zu entsprechen. Die Folge davon ist oft die Veräußerlichung des Menschen zu einem rein funktionierenden Wesen, was letztlich gravierende seelische und psychische Probleme hinterlässt.
Mehr denn je befindet sich der Mensch, gerade in unserer westlichen Welt, nicht im Einklang mit seinem Selbst und erst recht nicht mit der Schöpfung, in die er hineingestellt ist. Im Normalzustand ist der Mensch physisch, mental, emotional und spirituell im Gleichgewicht und lebt in Frieden und Harmonie mit seiner Umwelt. Tatsächlich ist es aber so, dass den physischen und mentalen Bereichen die hauptsächliche Bedeutung zugemessen wird und sich alles andere unterordnen muss, um die Sicherung dieser Bedürfnisse zu gewährleisten. Emotionale und spirituelle Fähigkeiten und Bedürfnisse verkümmern - und genauso sieht es auch in unserer Gesellschaft, ja auf unserer gesamten Erde aus, die dadurch vor immensen Problemen steht. Ein Zustand, der zunehmend in das Bewusstsein der Menschheit rückt, weil die Folgen einer solchen Entwicklung über kurz oder lang zu einem bedrohlichen globalen Szenario heranwachsen. Dieses langsame Erwachen ist begrüßenswert. Es bleibt zu hoffen, dass in Zukunft allen Menschen bewusst wird, dass jedes materielle Wachstum ein Ende hat, spirituelles Wachstum jedoch nie. Möglicherweise begreift die Menschheit doch noch, dass sie nur diese eine Erde zum Leben hat und mehr noch, dass eines jeden Menschen Lebenszeit begrenzt ist und keiner nach seinem Ableben etwas Materielles mitnehmen kann.
Warum tust du dir das an? Warum erträgst du den miesen Job, die schlechte Laune des Partners, Kollegen oder Chefs? Warum lässt du dich drangsalieren, hetzen und in Stress versetzen? Warum bist du so bettelarm und kämpfst tagtäglich um deine Existenz? Warum hast du Schulden? Warum bist du so krank? Warum bist du mit deiner Lebenssituation so unzufrieden, warum nur? Natürlich kenne ich viele Antworten auf diese Fragen. So zum Beispiel: „Wir müssen Geld verdienen, um leben zu können. Ich liebe diesen Mann oder die Frau und ertrage deshalb so manches. Ich habe keinen besseren Job gefunden; der Chef ist eben ein Diktator, was soll man da machen?“ Doch ist wirklich alles so aussichtslos? Oder hast du dich mit diesen Lebenssituationen nicht schon viel zu lang arrangiert und genau deshalb ist es jetzt so, wie es ist? Mit Gleichgewicht hat all das nichts zu tun, denn Gleichgewicht heißt, mit sich im absoluten Einklang zu sein und den Augenblick vollkommen und ganz zu bejahen.
Gerade Menschen in der freien westlichen Welt neigen aus verschiedenen Angstgründen dazu, sich zunehmend hierarchischen Strukturen unterzuordnen. Nur schwerlich lässt sich zum Beispiel anders erklären, warum Mobbing bzw. Bossing mittlerweile ein alltägliches Geschehen an Schulen, Arbeitsstellen aber auch in familiären Kreisen ist. Immer mehr Menschen leiden unter Stresssymptomen, psychologische Praxen erleben Hochkonjunktur, und selbst Kinder werden zunehmend schon in sehr frühen Jahren verhaltensauffällig. Die Scheidungsrate steigt kontinuierlich. Der Reichtum der Reichen wächst und die Armut der Armen ebenso. Jeder weiß, dass es schlimme Entwicklungen in unserem Land gibt. All das hat seine Ursachen; diese liegen letzten Endes daran, dass die emotionalen und spirituellen Anlagen der Menschen verkümmern und praktisch nur noch ein ganz egozentrischer Rationalismus und ein auf rein körperliche Bedürfnisse ausgerichtetes Dasein angepriesen werden. Angesichts des propagierten Materialismus und Egoismus ist es nicht verwunderlich, dass die emotionalen, ethischen und spirituellen Anlagen verkümmern und Menschen zu konformen Konsumenten eines entarteten Systems werden. Das alles führt schließlich in eine ausweglose Sackgasse der menschlichen Zivilisation, die letztlich jeder Mensch selbst mitverschuldet und folglich auch zu verantworten hat, wenn er nicht dagegen ankämpft und sich solchen Mechanismen entzieht.
Zu verstehen und anzuerkennen, dass unser Universum aus unvorstellbaren Mengen von Energie besteht, die wir für uns jederzeit individuell verfügbar machen und formen können, um somit unser Dasein und unsere Umwelt zu gestalten, ist die grundlegende Voraussetzung für ein natürliches – spirituelles Leben. Wir selbst - jeder Einzelne von uns - sind in der Lage, ganz unabhängig von Organisationen und Institutionen, dementsprechend zu handeln. Diese Tatsache anzunehmen und anzuerkennen ist der erste Schritt zu einem selbstbestimmten und mündigen Dasein, das sich nicht in den engen Maschen eines Netzes von physischen und mentalen Orientierungs- oder Glaubensvorgaben verfängt. Anzuerkennen, dass der Mensch eigenverantwortlich, mündig, suchend und lernend für seine Lebensgestaltung eintreten sollte und sich dafür eben nicht nur auf rein irdische Ebenen seines Seins verlassen darf, sondern nach seiner individuellen göttlichen Bestimmung suchen und danach leben sollte, ist der Beginn eines erfüllten und erfolgreichen Lebens im Sinne des schöpferischen Gedanken Gottes.
Wir sind in der Lage, unglaublich viel Negatives aus unserer menschlichen Gedankenwelt zu materialisieren bzw. zu produzieren, ebenso sind wir auch fähig, Positives hervorzubringen. Göttliche Kraft kann dir dabei helfen, dein Potential an positiven Energien hervorzubringen und in deinem Leben Realität werden zu lassen. Du kannst dir und dieser Erde, mit allem, was sie beseelt, unglaublich viel Gutes tun, wenn du es nur willst!
Göttlichkeiten Teil 1
Bevor ich mit weitergehenden Ausführungen fortfahren möchte, würde ich dir gerne eine Frage stellen. Was glaubst du, welcher Religion gehört Gott an? Ist Gott Mitglied oder gar Anhänger einer christlichen oder einer islamischen Konfession? Ist Gott Buddhist, Hindu, Israelit, Schintoist, Bahai, Wicca, naturgläubig, heidnisch oder gar Atheist?
Jede Religion nimmt Gott für sich als Religionsstifter in Anspruch, um sich zu legitimieren. Das war schon zu allen Zeiten seit Menschengedenken so, in der Frühgeschichte wie in den alten Hochkulturen, und bis heute hat sich nichts daran geändert. Wäre ich Sarkast, dann müsste ich sagen: Gott wechselt „seine“ Religionen wie wir Menschen die Unterwäsche. Doch tut „ES“ das wirklich? Oder ist es nicht vielmehr der Mensch selbst, der, getrieben von seinem Einfallsreichtum, seine gewonnenen Erkenntnisse zu religiösen und kultischen Formeln aufbaut, um letztlich das Unfassbare für Menschen fassbar und erlebbar zu machen?
Die Suche des Menschen nicht nur nach rein physischen Realitäten, sondern nach spirituellen Wirklichkeiten ist ein Grundbaustein jeder Religion, die verspricht, genau das bei ihr zu finden. Wenn man den ganzen kultischen Tand der Religionen weglässt, bleibt letztlich eine Aussage übrig: Gott ist ungreifbar, unergründbar und vor allem unfassbar.
Wenn wir Menschen versuchen, Gott mit unseren jämmerlichen drei Dimensionen zu erfassen, zu ergründen und zu beschreiben, dann kann das in letzter Konsequenz nur dazu führen, dass Gottesbilder immer sehr menschlich, sehr irdisch, sehr plastisch und somit letztlich einfältig sind. Wir scheitern schon allein an der simplen Vorstellungskraft von Unendlichkeit und Ewigkeit.
Echte spirituelle Erfahrungen teilt man mit der Gottheit selbst. Sie ist nur bedingt in Worte zu fassen und für andere Menschen kaum nacherlebbar. Es ist etwas Einzigartiges zwischen Geschöpf und Schöpfer, das nur schwerlich mit Worten wiedergegeben werden kann. Wer eine solche Erfahrung gemacht hat, weiß, wovon ich spreche. Es ist wie das tiefste Gefühl von Liebe, das nicht in Worte, Bilder oder Töne übertragen werden kann, weil alle menschlichen Kommunikationsmöglichkeiten nur bedingt diese Fülle des Erlebens, Erfahrens und Erfühlens beschreiben könnten. Es bleibt letztlich eine Sprachlosigkeit, ja Wortlosigkeit zurück, die nur mit Begriffen wie mystisch und unerklärlich definiert werden kann. Und doch ist für jeden Menschen der Begriff Liebe und das dazugehörige Fühlen, Erleben und Erfahren ein realer Bestandteil seines Lebens. Die Sprach- und Wortlosigkeit angesichts dieses „Phänomens“ macht Liebe nicht irreal oder unglaubwürdig. Genauso wenig unrealistisch und unglaubwürdig ist es, wenn wir Gott in das Zentrum unseres Lebens stellen. Gott ist erfahrbar, erfühlbar, erlebbar. Dabei spielt es eben keine Rolle, welcher Religion, Konfession oder kultischen Vereinigung du angehörst, denn Gott ist überall.
Es ist wissenschaftlich längst kein Geheimnis mehr, dass unsere Gedanken Materie verändern können. Manche Menschen machen daraus eine Religion, andere sagenumwobene Kulte, andere wieder sprechen von angeblichen Wundern. Es gibt keine "Wunder" und auch keine wahre Religion, es gibt lediglich physikalische Gesetzmäßigkeiten, die wir zumeist nicht verstehen und noch weniger beherrschen. Es mag allerdings magisch anmuten, ja wundervoll sein, wenn wir durch unsere Gedanken, Gebete, Beschwörungen usw. Dinge verändern können. Die Grundlage jeder spirituellen Handlung besteht darin, sich mit der Materie und ihren Energien zu vereinigen, eins mit ihr zu werden, um sie dann zu leiten und zu lenken. Diese Materie und ihre Energie sind der göttliche Urstoff, der uns nicht nur umgibt, sondern aus dem wir selbst bestehen.
All das nennt man auch noetische Wissenschaft und gehört in das große Feld der Quantenphysik. Die Kernaussage der Noetik lautet: „Auch Gedanken sind Materie, und da alle Elementarteilchen des gigantischen Nullpunkt-Feldes miteinander kommunizieren, können Gedanken Materie beeinflussen“. Die ganze Schöpfung ist durch ein Netzwerk verbunden, dessen Dimensionen wir Menschen nur nach und nach begreifen. Doch wir verstehen mittlerweile: Wenn wir diese Netze durchtrennen, dann hat das katastrophale Folgen für die Schöpfung und letztlich auch für uns selbst. Gott hat uns die Fähigkeit gegeben, selbst Weber an „Seiner“ Schöpfung zu sein. Zum Positiven oder aber eben auch zum Negativen. Wir haben es also selbst in der Hand, aktive oder passive Weber zu sein.
Wenn Menschen sich an göttliche Mächte wenden, so bauen sie eine Verbindung zu diesen auf. Sie spinnen unsichtbare Fäden (um bei diesem Bild zu bleiben), um eine Kommunikationsverbindung herzustellen. Sie formen also menschliche Energie zu spiritueller Energie um, damit sich Dinge auf „wundersame“ Weise verändern. Jedes Gebet, jede rituelle oder kultische Handlung ist nichts anderes als eine magische Aktivität, die erweckte Energien zu einem Ziel führen soll. Wenn spirituelle Menschen weben, dann entstehen unsichtbare Energienetze, die, so die menschliche Erfahrung seit Jahrtausenden, sehr wirkungsvoll sein können. Tritt ein Erfolg ein, z.B. bei einem Heilungsgebet oder Heilungsritual, so spricht man dann von einem Wunder. Es ist ein mystisches und magisches Erlebnis. Solche Erfahrungen finden wir in allen Religionen, in allen Kulten und zu allen Zeiten der Menschheitsgeschichte. Diese Erlebnisse sagen allerdings nichts darüber aus, ob eine Religion richtig oder falsch ist, sondern nur, dass solche Dinge geschehen. Bei genauer Betrachtung solcher Geschehnisse fällt auf, dass nicht Religionen diese Wunder vollbrachten, sondern dass sie Menschen zuteilwurden, die inständig und hingebungsvoll die göttlichen Kräfte suchten. Es kommt also nicht auf die Religion an, sondern auf den Menschen selbst und hängt hier zumeist davon ab, welche Kraft und Energie investiert wurde. Schließlich ist vor allem das Eingreifen göttlicher Mächte entscheidend für das Endergebnis. Wir Menschen haben es also zum großen Teil selbst in der Hand, in wieweit uns Hilfe, Wohlergehen, Schutz, Beistand, geistiges Wachstum und viele anderen Dinge mehr zuteilwerden.
Für mich steht außer Frage, dass Göttlichkeiten unser Wohlergehen und unsere Lebensfülle im Fokus haben, was aus ihrer unfassbaren Liebe zu uns Geschöpfen rührt. Göttlichkeit hat auf dieser Erde, mit all seiner Fülle, dafür alles bereits geschaffen. Es liegt also an uns, diese schöpferischen Kräfte - egal ob spirituell oder rein physisch- mit großer Weisheit und Weitsicht zu nutzen.
Göttlichkeiten Teil 2
Stelle dir vor, Gott wäre ein Hochhaus mit Milliarden von Fenstern und ein jedes dieser Fensterchen wäre eine Facette bzw. ein Aspekt von Gott. Hier und da öffnet Gott eines dieser Fenster und zeigt ein winziges Stück seiner Göttlichkeit. Nun haben Menschen diese Fensteröffnung erlebt und sagen, sie haben Gott erlebt. Überwältigt von diesem Erlebnis wird schnell das eine Fensterchen zum Maßstab für Gott erhoben, dabei wird jedoch übersehen: es gibt weitere Milliarden von Fensterchen. Nicht selten entstehen aus solchen Erlebnissen religiöse Gruppen und manchmal sogar Religionen. Es mag in einer jeden Religion ein göttlicher Funken (Aspekt) stecken, doch es ist eben nicht ein Feuer (Gott), sondern nur ein Funken.
Der Gedanke, dass Gott die Vielfalt des Seins sein könnte, ist für fast alle derzeitigen Religionen eine undenkbare Vorstellung, denn sie impliziert, dass Religionen nur vielfältige Erscheinungsformen menschlicher Erfahrungen mit Gott sind. Selbst die Bibel, wenn man sie aufmerksam liest, zeigt auf, dass Gott sich immer wieder als ein sehr vielfältiger Gott offenbarte. Wenn in der Bibel Gott als Bärin bezeichnet wird, dann ist dieser Aspekt, diese Facette, die bildliche Beschreibung und Darstellung eines erfahrenen Gottesaspektes von einem Menschen. Das besagt eben nicht: Gott ist ein Bär, aber es gibt diesen Aspekt, warum auch nicht. Gleiches gilt für das Vater- oder Mutterbild, welches uns unentwegt in der Bibel begegnet. Auch diese Bildlichkeiten sind Aspekte Gottes. Gott ist Vater und Mutter, ergo: Gott und Göttin, warum auch nicht! Mit diesen Aspekten Gottes können wir Menschen leben und spirituell arbeiten. Auch das wird in der Bibel getan, indem zum Beispiel Gott als Herr der Heerscharen oder als Kriegsgott, als Gott des Lebens oder des Todes usw. angerufen wird. Hier wird ganz klar und deutlich ein Aspekt Gottes angerufen, mit Bildern bezeugt und damit agiert.
In der spirituellen Arbeit werden genau solche Aspekte Gottes als bildliche Metaphern benutzt, ohne damit zu sagen: Gott ist so oder so. Diese Aspekte werden in der Praxis mit bestimmten Anrufungen verbunden. Wir können biblische Bilder verwenden, zum Beispiel das Bild des Löwen oder der Quelle usw., oder aber uns Bildern zuwenden, die unserer Zeit entsprechen oder gar von Gott selbst aufgezeigt werden.
In vielen anderen Religionen wurden Aspekte Gottes mit verschiedenen Gottesdarstellungen verbunden. Irrtümlicherweise haben Menschen (auch im alten Israel) diesen Aspekten Gottes eine ganz eigene Persönlichkeit eingeräumt, und sie so vom Gesamtgottesbild abgetrennt und somit letztendlich viele Götter erschaffen. Vornehmlich geschah dies aus dem Grund, dass viele Menschen gegensätzliche Aspekte wie zum Beispiel Krieg und Frieden oder z.B. Barmherzigkeit und Rache nicht in einem Gottesbild vereinen konnten. Im alten Israel hingegen war es zumindest für die Propheten kein Widerspruch, denn sie verkündeten zum Beispiel: Gott ist Lebensnehmer und Lebensgeber in einer Person, Gott ist alles und in allem. In der Antike war es offensichtlich besonders schwierig, einem liebenden Gott gleichzeitig auch scheinbare negative Funktionen zuzuschreiben. Deshalb erschuf man böse Götter, eine Hölle und himmlische Dämonen, die dann z.B. das Christentum oder der Islam übernahmen. Diese Sichtweisen kamen ursprünglich aus Persien oder dem alten Ägypten.
Wenn wir in die Bibel schauen, dann stellen wir fest, dass Gott den Menschen auf ganz unterschiedliche Weise begegnet, und daraus formen sich ganz verschiedene Darstellungen von der Seinsweise Gottes. Offensichtlich haben es die alten Israeliten verstanden, daraus nicht immer gleich einen neuen Gott, Kult bzw. eine Religion zu machen, sondern schafften es, die vielen verschiedenen Gottesbilder nebeneinander und miteinander agierend stehen zu lassen. Diese Tatsache führt zu der Aussage: Gott ist unfassbar, kein Bildnis könnte Gott je gerecht werden oder erfassen. Letztendlich bleibt die eine Aussage stehen, die uns die Bibel über Gottes Selbstverständnis verkündet: „Ich bin was ich bin, ich werde sein, was ich sein werde“. Ich gehe davon aus, dass Gott in allen Völkern wirkte und wirkt und all die bezeugten Gottesbilder letztlich nur Aspekte Gottes sind, die ganz menschliche Namen bekamen. Und ich bin davon überzeugt, dass Gott damit überhaupt kein Problem hat, sondern uns zeigt, wie vielfältig Göttlichkeit ist. Wenn Menschen mit verschiedenen Aspekten Gottes arbeiten und diesen Aspekten Namen geben, um diese verständlicher und anschaulicher zu machen, dann wird nichts anderes getan als das, was seit jeher Menschen in allen Kulturen bzw. Religionen taten. Es gibt nur einen ganz gewaltigen Unterschied: „Du solltest nicht sagen: Gott heißt so und so oder ist so und so und wird immer so und so sein!“ Denn das wäre anmaßend und gelogen, denn schließlich ist es unmöglich, aus Aspekten Gottes ein Gesamtbild Gottes zu formen, was sowieso jenseits unserer Vorstellungskraft liegt.
Religionen gründen sich immer auf spirituellen Offenbarungen und daraus geformten Gottesbildern. Ich glaube jedoch kaum, dass Gott wollte, dass Menschen auf Grund von göttlichen Selbstoffenbarungen unzählige Religionen hervorbringen, die letztlich unsagbares Leid über die Menschheit gebracht haben, nur damit Mensch dem angeblich wahren Gott nachfolgt. Letztlich ist es eine unumstößliche historische Tatsache, dass es bisher immer Menschen waren, die eine Religion begründet haben, niemals eine Göttlichkeit, und ebenso ist es historisch belegt, dass die meisten Kriege auf dieser Erde von Religionsführern bzw. dessen Anhängern vom Zaun gebrochen wurden.
Die große Freiheit der sogenannten religionslosen Naturgläubigen besteht darin, dass Gottes Erscheinungsformen als das angesehen werden, was sie sind, nämlich Manifestationen des großen unfassbaren Gottes, der uns Menschen seine Aspekte zuteilwerden lässt, damit wir mit diesem großen Gott in Verbindung treten können, mit ihm leben und arbeiten dürfen. Das ist das größte Geschenk, welches Gott den Menschen gibt: eine Verbindung zwischen Gott und Mensch, die fürsorglich, vertrauensvoll, mündig, selbstbestimmt und voller Freiheit ist. Ich kann dich nur ermutigen, diesen vielfältigen Gott in allen möglichen Erscheinungsformen zu suchen und ich weiß, wer sucht der wird auch finden. Eventuell wird man dort eher Gott finden, wo sein schöpferischer Geist ganz lebendig ist, dort, wo zum Beispiel Propheten der Bibel Gott suchten und fanden: in Wüsten, Wäldern, an Flüssen, an oder auf Meeren, auf Wiesen, auf Feldern oder Bergen usw., also in der Natur.
Wenn sich Menschen nicht den gängigen Glaubensdogmen der heutigen Religionen anschließen und folglich bezeichnenderweise als Heiden deklassiert werden, so dürfen diese Menschen für sich in Anspruch nehmen, frei zu sein von menschlichen Religionszugehörigkeiten, sich nicht beherrschen zu lassen von menschlichen Glaubensdogmen, sondern frei und mündig direkt Gott anzugehören und ohne menschliche Instanzen Gott zu folgen. Erstaunlich ist übrigens, dass in der Bibel nichts davon steht, dass der Mensch einer Religion angehören soll. Es steht aber unglaublich viel darüber, dass ein jeder Mensch zu Gott gehören soll. Wenn also verschiedenste Religionen und deren Anhänger dir die Gotteskindschaft absprechen, so sei dir bewusst, dass du lediglich kein Religionskind bist, sondern ein Kind des ganz universellen Gottes, des Schöpfers des Himmels und der Erde, der übrigens all dies ohne Religionen tat.
12 Wegweisungen zum Thema Göttlichkeiten
- Jedes sog. heilige Buch wurde von Menschen geschrieben. Egal ob angeblich von Engeln, anderen Geistwesen oder gar Gott diktiert oder inspiriert: Es ist und bleibt ein Buch von Menschen für Menschen. Jede Botschaft von Gott muss durch unseren menschlichen Verstand, damit wir sie anderen Menschen vermitteln können. Damit wird sie aber gleichzeitig auch auf die bescheidene menschliche Ebene minimiert. Wir können nur das in Worte fassen, was unserer irdischen Erfahrungswelt entspricht. Oder kannst du eine Farbe beschreiben, die es auf dieser Erde nicht gibt?
- Glauben kannst du alles was du möchtest, selbst deinem Versicherungsmakler, der dir mit süßen Worten glaubhaft versichern wird, dass du mit einer Versicherung sicherer lebst. Menschen glauben gerne alles Mögliche, besonders dann, wenn es um die Themen Sicherheit und Ängste geht. Glauben gibt Menschen Halt und lässt sie glauben, sie wären auf der sicheren oder unsicheren Seite. Glaube spricht von Eventualitäten. Es kann sein aber eben auch nicht. Glaube nicht alles und schon gar nicht, wenn es um das Thema Gott geht. Mache deine eigenen persönlichen Erfahrungen.
- Der Glaube anderer Menschen ersetzt niemals deine eigene persönliche spirituelle Erfahrung mit Göttlichkeiten. Erfahre und erlebe selbst Göttlichkeiten, denn sonst werden deine Gottesbeziehungen immer nur ein Produkt vom Hörensagen anderer Leute sein.
- Du solltest dich bemühen, Gewissheit und Wissen über Göttlichkeiten zu erlangen. Wie schon angeführt: Glaube ist eine Eventualität, du aber solltest eine persönliche Klarheit über das haben, was dich spirituell leitet. Nur so ist ein vertrauensvolles Miteinander zwischen Göttlichkeiten und dir möglich.
- Hast du eine Gotteserfahrung erlebt, dann zwinge diese keinem anderen Menschen auf. Es ist deine ganz persönliche Geschichte mit deinem Gott oder deiner Göttin. Es gibt absolut nichts, wozu du Menschen missionieren müsstest. Du kannst gerne von deinen persönlichen Erfahrungen erzählen, positive Impulse setzen, Hoffnung und Zuversicht spenden und Menschen dazu animieren, dass sie sich auf die Reise zu Göttlichkeiten begeben, aber zwinge niemals anderen deine Erfahrungen auf!
- Deine Wahrheiten müssen noch lange nicht die Wahrheiten anderer Menschen sein! Davon abgesehen, es gibt keine absoluten Wahrheiten. Wir Menschen erfassen nur einen Bruchteil von allem, was da ist und erahnen im besten Falle, was eventuell noch sein könnte. Unser Erkennen ist immer nur bruchstückhaft. Wenn also jemand von der absoluten Wahrheit spricht, kannst du davon ausgehen, dass dem nicht so ist. Besonders dann nicht, wenn es um das Thema Göttlichkeiten geht.
- Göttlichkeiten offenbaren sich den Menschen so, wie Göttlichkeiten es wollen. Du kannst es nicht erzwingen. Sei geduldig und fleißig im Bemühen. Es wird nicht umsonst sein. Göttlichkeiten schaut in erster Linie auf das Herz von uns Menschen. Damit ist gemeint, dass unsere inneren Beweggründe und Absichten wesentlich wichtiger sind als unser äußerliches Drumherum. Du kannst dein wahres inneres Wesen vor Gott und Göttin nicht verbergen. Deshalb: belüge dich niemals selbst, denn das ist der Gipfel des Betruges.
- Prüfe dich selbst, gerade in Bezug auf Göttlichkeiten. Sei so weit es geht objektiv und selbstkritisch. Unser Verstand suggeriert so manchen Betrug, weil wir selbst oft nur schwerlich unangenehme Realitäten ertragen können.
- Betrachte Göttlichkeiten nicht als deine Freunde, Kumpel oder Spielgefährten niederer menschlicher Absichten. Göttlichkeit ist heilig! Es ist sehr gut, wenn es dir gelingt, ein Kind – Gottesverhältnis aufzubauen. Respekt und Hochachtung sind die beste Basis für ein vertrauensvolles Miteinander.
- Stehe zu deinem Erlebten, Erfassten, zu deinem Wissen um Göttlichkeiten! Verleugne bitte niemals aus falscher Rücksichtnahme, aus Angst vor Menschen oder vor eventuellen Konsequenzen deine Überzeugungen. Das ist Lüge auf höchster Ebene, denn du verleugnest Gottes ganz persönliche Zuwendung zu dir. Mit Sicherheit wirst du dafür Konsequenzen tragen müssen, nämlich die der Göttlichkeiten. Wie schon angeführt, du musst zu nichts missionieren, du musst es nicht in die Welt hinausposaunen, was du erlebt oder erkannt hast, aber wenn die Situation es erfordert, dann stehe zu deinem Gott bzw. Göttin.
- Zwinge deinen Anvertrauten weder aus kulturellen, noch aus sozialen oder Anstandsgründen eine Religion auf. Lasse deinen Kindern die Freiheit, selbst zu entscheiden, welche Wege sie gehen möchten. Es ist nun einmal eine Tatsache, dass gerade das Erzwingen von religiösen Handlungsweisen (Gottesdienstbesuche, usw.) ein Grund dafür ist, dass sich so viele Menschen von Göttlichkeiten abwenden, weil sie Religion mit Gott gleichsetzen. Du solltest Tore für Göttlichkeiten öffnen und nicht verschließen.
- Bemühe dich fleißig und ehrlich, offen und frei, mündig und selbstbewusst, verantwortungsvoll und großzügig, friedlich und vergebend, aber vor allem liebevoll in deinem Dasein zu sein, damit bist du das beste Zeugnis für göttliche Wesenseigenschaften, denn all dies und unendlich viel mehr ist Gott bzw. Göttin.
Über unser Dasein in der Schöpfung Gottes
Der Mensch ist fest eingebettet in die Zyklen der Erde. Trotz aller Zeitgeisterscheinungen, kultureller und religiöser Vielfalt und des Hanges zum Modernisierungswahn bleibt der Mensch den irdischen und kosmischen Gegebenheiten und ihren spirituellen Komponenten unterworfen. Schon das Dasein des Menschen das im Normalfall durch Geburt, Kindheit, Jugend, Erwachsensein, Älterwerden und letztendlich Sterben unterteilt, ist einem Kreislauf unterworfen. Das Gleiche gilt für die uns umgebenden natürlichen Verhältnisse wie z.B. die Jahreszeiten, die Mondzyklen usw. Alles auf dieser Erde und auch ebenso vielfältig im gesamten Universum, ist beseelt von einer zyklischen Energie.
Schon früh hat der Mensch dieses Naturgesetz erkannt und hat ihm verschiedenste kultische und religiöse Rahmen geschaffen, der verschiedene Kreisläufe miteinander verbindet, wie z.B. Mondphasen, Jahreszeiten, Geburt oder Sterben. Hinzu kamen letztlich noch historische und persönliche Ereignisse, die Menschen in besonderer Weise durch Feste wertschätzen (z.B. Hochzeiten). Egal wo du dich in unserer Welt aufhältst, überall wirst du diesen Sachverhalt antreffen. All das ist aus dem tiefen Bewusstsein entstanden, dass der Mensch Bestandteil des Kosmos und eingebettet ist in den natürlichen Lebenszyklus. Die tiefe Verbindung früherer Generationen mit der Natur und ihren Energien und Gegebenheiten sowie dem Bewusstsein, nicht Herr oder Herrin über diese zu sein, sondern ein Kind derselben, schaffte einen ehrfurchtsvollen und würdevollen Umgang des Menschen mit seiner natürlichen Umgebung. Ein Zustand, der leider nur noch selten in der sogenannten aufgeklärten Welt vorzufinden ist, jedoch bei einigen wenigen Naturvölkern noch intensiv gelebt wird. Dass unsere Erde in einem ziemlich beklagenswerten Zustand ist, der durch Menschenhand verursacht wurde, ist Zeugnis davon, wie gottesfern und naturverachtend unsere Spezies geworden ist. Das führt letztlich zu der traurigen Erkenntnis, dass der Mensch auf dem besten Weg dahin ist, sich selbst jeglicher Existenzgrundlage zu berauben. Wie wird wohl unsere Erde in 200 Jahren aussehen? Ich mag es mir gar nicht vorstellen, wenn ich bedenke, wie viele Tier- und Pflanzenarten allein in den letzten 40 Jahren ausgestorben sind, wie viele Kriege und Katastrophen menschlicher Unverstand verursacht hat und dass wir vor Problemen stehen, die keiner zu lösen vermag, denken wir nur an die Unmengen von Atommüll. Es ist eigentlich geradezu erschreckend, dass all das gerade von den Nationen verursacht wurde und wird, die von sich selbst sagen, sie besäßen hohe Ethik- und Moralvorstellungen, eine überlegene Zivilisation und Kultur und wären im Besitz der wahren Religion und der echten Gotteserkenntnisse. Nun, wie sagte schon der verehrte Rabbi Jeshua aus Nazareth: „Matthäusevangelium 7.16. An den Früchten (ihrer Taten) werdet ihr sie erkennen! Man sammelt doch keine Trauben vom Dornenbusch oder von Disteln Feigen? 7.17. So bringt ein jeder gute Baum gute Früchte hervor, der faule Baum aber bringt schlechte Früchte hervor. 7.18. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte hervorbringen. 7.19. Jeder Baum, nicht bringend gute Frucht, wird umgehauen und wird ins Feuer geworfen. 7.20. Folglich, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!“ (Übersetzung: M. Absalom).
Spirituelle Menschen, Hexen und Magier usw. sollten sich diese Früchte, ihre Ursachen und auch Verursacher sehr genau anschauen und ihre Lehren daraus ziehen. Denn mit einem gottverbundenen, magischen und spirituellen Leben sind solche schlechten Bäume und ihre faulen Früchte, um bei den Worten Jeshuas zu bleiben, unvereinbar. Wenn wir uns der Magie der Natur zuwenden, dann wenden wir uns Gott und Göttin, also der schöpferischen Energie von Göttlichkeiten zu, die ganz sicher nicht aus Habsucht, Egoismus, Kriegseifer, Materialismus, Verantwortungslosigkeit oder Lieblosigkeit handeln. All das tun Menschen! Natürlich sind auch wir magische und spirituelle Menschen fehlerhafte Wesen mit vielen negativen Eigenschaften, aber wir sollten diesen nicht bedingungslos frönen, sondern anders sein, nämlich göttlich! Wenn Gott und Göttin uns Vater und Mutter sind und wir in ihrem heiligen Zirkel uns der Kindschaft erfreuen, dann bedeutet das zwangsläufig, dass wir eine besondere Verantwortung haben, nämlich durch unser tagtägliches Leben Vater und Mutter zu ehren und uns durch Wort und Tat als Kinder Gottes erweisen. Es geht eben nicht darum, in religiösen Veranstaltungen oder in sog. „heiligen“ Gebäuden Gott zu loben und zu preisen und danach „Gott einen guten Mann“ sein zu lassen, indem wir in das Alltagsgeschehen zurückzukehren, um genau so weiterzumachen wie bisher. Wir wollen Transformation und das heißt: Veränderung für uns und die uns anvertraute Mitmenschen sowie für die Schöpfung und zwar zum Guten hin. Hexen, Magier, Schamanen oder sonstige spirituelle Menschen, die sich nicht zum Guten hin verändern, sondern in negativen Verhaltensmustern und Strukturen verharren, sind definitiv auf dem falschen Weg. Wir sollten ein guter Baum werden, der tief im schöpferischen Willen Gottes wurzelt und sehr gute Früchte hervorbringt. Das setzt jedoch voraus, dass wir uns auf diesen Lebensweg einlassen und notwendige Veränderungen zulassen. Damit wir daran erinnert werden, was der eigentliche Sinn unseres Lebens ist (Gutes zu tun), gibt es z.B. verschiedenste religiöse Feste. Sie holen uns aus dem Alltagstrott und erinnern uns daran, dass es noch mehr zwischen Wolken und Erde gibt, dem wir Aufmerksamkeit schenken sollten.
Vom Leben zum Sterben
Lehrt mich, mein Gott und meine Göttin, zu zählen meine Erdentage, auf dass ich weise werde und meine Seele im Gleichklang deines Herzens schlägt,
damit deine Herrlichkeiten an mir nicht vorüberziehen,
wie der Nebel in finsterster Nacht, am Ende meines letzten Lebenstags.
Wirf in der letzten Sekunde deinen weichen Mantel über mich und geleite mich zu den Toren deiner herrlichen Ewigkeiten bis in alle Ewigkeiten. Ich bin gesegnet und umgeben mit deinem Frieden, über alle Zeiten hinweg!
(S.N. v. Schneeweiß)
Du wirst sterben! Offen bleiben lediglich: Wie wirst du sterben und wann wird dein menschlicher Körper tot sein. Wenn nichts sicher auf dieser Erde ist, der Tod ist es. Diese bittere Lektion hält das Leben für uns alle bereit, es endet irgendwann. Gott bzw. Göttin, Spender des Lebens, nehmen uns nach ihrem Ermessen diesen irdischen Lebensfunken, der aus Materie lebendige Körper erschaffen hat. Der dunkle Gott oder die dunkle Göttin tritt aus dem Schatten unseres Daseins und nimmt uns das irdische Lebenslicht. In unserer hiesigen Welt, in der Sterben und Tod in Krankenhäuser, Altenheime und Sterbehospize verbannt werden und die mediale Scheinwelt ewige Jugend, Gesundheit und Lebensfreude suggeriert, erschreckt dieses Szenario vom irdischen Daseinsende viele Menschen. In früheren Zeiten, als Großfamilien noch unter einem Dach lebten, waren Sterben und der Tod etwas alltägliches und weitaus weniger furchterregend. Es lag an der Erfahrungswelt und inneren Einstellung der Menschen zum irdischen Dasein, das von frühester Kindheit an mit Leben und Tod konfrontiert war. Ein Leben kommt auf diese Welt, ein anderes geht. Eine Generation löst die nächste ab, ein natürlicher Vorgang, der auch als solcher angesehen wurde. Die Menschen waren deutlich realistischer als heute. Angst kannten sie jedoch auch, allerdings weniger vor dem irdischen Tod, der als unausweichlich akzeptiert wurde, sondern vor dem Sterben. Sterben ist ein Prozess, ähnlich wie die Geburt. Man kann langsam oder schnell sterben, qualvoll oder friedlich. Trotz derzeitiger medizinischer und pharmakologischer Hilfe ist auch heute noch das Sterben nicht selten ein Siechtum, das Monate, Wochen oder Tage dauern kann. Menschen, die in entsprechenden Berufen arbeiten wie z.B. Altersheim- und Krankenhauspersonal, erleben das fast tagtäglich. Ein anderer Punkt ist, dass Sterben durch medizinische Eingriffe künstlich verlängert wird, was oft zur Qual für Betroffene und Angehörige wird. Ich kann selbst ein „Lied“ davon singen, denn meiner Mutter widerfuhr nach einem Schlaganfall ein solches traurige Schicksal mit lebenserhaltenden Maßnahmen über zwei Jahre hinweg. Ich möchte nicht die Verdienste der Medizin auf diesem Sektor schmälern, denn vielen Menschen geben sie eine „zweite“ Chance, ihr Leben in die richtigen Bahnen zu lenken. Doch wie so oft liegen Segen und Fluch nahe beieinander.
Es macht keinen Sinn, dem Thema Tod aus dem Weg zu gehen, denn früher oder später sind wir alle damit konfrontiert. Sich diese Gewissheit innerlich zu vergegenwärtigen, fördert eine gesunde und verantwortungsvolle Lebenseinstellung. Wir leben nicht ewig auf dieser Erde, sondern unsere Zeit ist begrenzt und genau deshalb sollten wir diese kurze Zeitspanne effektiv für uns selbst, unsere Nächsten und unsere Lebensspender Gott bzw. Göttin nutzen. Wir können in dieser Lebenszeit so unendlich viel Gutes und Liebevolles tun und unsere Mutter Erde hält die idealen Voraussetzungen dafür bereit. Was Menschen daraus machen, kann man an dem bedauerlichen Zustand der Erde und vor allem dem der Menschheit sehen.
Neben dem Bewusstsein der Endlichkeit unseres irdischen Lebens, sollten wir unser Augenmerk auf den Zeitpunkt unseres Sterbens richten. Wie möchtest du sterben? In Frieden und Harmonie mit dir, deinen Nächsten und Gott oder in geistigen, körperlichen und seelischen Qualen? Ich weiß, dass das Sterben eines Menschen, selbst wenn er schwer erkrankt ist, von seinem gelebten Karma beeinflusst wird. Eine unbefriedete Seele geht nur ungern aus einem Körper, denn sie weiß, was sie erwartet. Karmische Lasten wiegen unglaublich schwer. Wie viele böse Taten, innerer Unfrieden usw. werden mit in den Tod genommen? Es lohnt sich, Gedanken darüber zu machen, wie wir unser Leben hier auf Erden gestalten und was wir an Seelenenergien mit ins Jenseits nehmen wollen. Schlussendlich entscheiden wir selbst darüber. Der Traum so mancher Menschen: „Wenn ich tot bin ist alles vorbei“, wird sich nicht erfüllen, denn letztlich bestehen alle Lebewesen aus Energie und diese kann sich lediglich verwandeln, ja sogar materialisieren, aber sterben kann sie nicht. Wie wir aus der Quantenphysik wissen, sind selbst Gedanken, Gefühle, Worte usw. Energieformen, also faktisch unsterblich. Wohl oder übel muss selbst der größte Zweifler sich diesem göttlichen Naturgesetz beugen und darf wissen: Es ist nicht vorbei, vielmehr fängt etwas Anderes an, in welcher Energieform auch immer.
Es gibt viele Formen des Sterbens. Das bewusste, das plötzliche, das siechende, das traurige, das freudige, das erlösende usw. Eine besondere Art möchte ich anhand einer Geschichte erzählen, die nicht vom dem Sterben selbst handelt, sondern vom Leben mit dem Sterben. Vor einigen Jahren besuchte ich in einem Altersheim eine ältere Dame, die um meinen Beistand bat. Als ich den Gang zu ihrem Zimmer entlanglief, kam mir eine ältere Frau entgegen, die meine suchenden Blicke nach der Zimmernummer registrierte und fragte, ob sie helfen könne. „Suchen sie mich?“, fragte sie. Ich sagte ihr, dass ich Frau „X“ suchte und wenn sie diese wäre, dann ja. „Nein“, erwiderte sie, „die Frau liegt in Zimmer 9!“ Weiter sagte sie zu mir: „Ich dachte Sie kämen zu mir, weil Sie ein Hagazuss sind und ich schon so lange auf das Sterben warte“. Erstaunt sah ich sie an und beschloss meine Aufmerksamkeit erst einmal ihr zukommen zu lassen. Wir gingen in ihr Zimmer, das voll hing mit Bildern ihrer Angehörigen. Ich fragte sie, woher sie dieses Wort (Hagazuss) kenne und sie erzählte mir, dass sie 98 Jahre alt sei und aus dem schlesischen Landen stamme, wo es solche Leute wie mich früher gegeben hätte. Sie habe es sofort gerochen und an meinen Augen gesehen. Dann erzählte sie mir ihre traurige Geschichte, dass alle ihre Nachkommen bereits tot seien, sie die letzte sei und niemanden mehr auf dieser Welt habe. Sie sagte wortwörtlich: „Alle sind tot, ich musste sie alle beerdigen, nur mich will der Tod nicht, er bestraft mich mit dem Sterben meiner Liebsten. Was habe ich nur getan?“ Traurig und mit Tränen in ihren alten Augen ging sie zum Fenster und schaute in das Nichts. Dann sagte sie: „Selbst hier sterben sie alle weg, all die, die mir Gesellschaft bieten, und ich bleibe zurück“. Fast wütend sagte sie: „Ich mag hier keine Freundschaften mehr eingehen, denn der Abschied tut mir immer so weh“. Sie drehte sich zu mir um und fragte mich: „Können sie mir helfen? Sie sind doch ein Hagazuss, Sie wissen doch, warum ich so viel Leid erfahren muss“. Ich versprach ihr, mit Antworten auf ihre Frage wiederzukommen. Einige Wochen später besuchte ich die alte Dame wieder. Ich erzählte ihr, dass ich zwischen den Welten nach einer Antwort gesucht und sie gefunden habe. Manchmal kann das Leben zu einer großen Last werden, weil man selbst der Auslöser dafür ist, wie im Fall dieser alten Frau, die wenige Wochen nach meinem Besuch friedlich für immer eingeschlafen ist. Erstaunlicherweise ist mir eine ganz ähnliche Geschichte Jahre später noch einmal geschehen.
Der Begriff Hagazuss oder Hagazussa bedeutet Zaunreiter/in, also Menschen, die sowohl im Diesseits wie im Jenseits spirituell und energetisch arbeiten.
Ich bin tot, was nun?
Jede Religion hat ihre Lehren darüber. Himmel, Hölle, Nichts, Reinkarnation usw. spiegeln die Vielfalt der Vorstellungen und Lehren wider. Ich kann dir versichern, Du wirst es erleben und ja, in jeder These steckt ein Körnchen Wahrheit. Doch sind all diese menschlichen Ansichten nur ein kleiner Teil eines sehr komplexen und für uns nicht nachvollziehbaren Handlungswillens Gottes. Und das ist gut so. Eigentlich wissen wir genug, doch offensichtlich wollen gerade die Menschen unserer Zeit das Wichtigste im Leben nicht mehr wahrhaben. Es ist ein Naturgesetz: Aktion und Reaktion. Alles, was wir im Leben tun, zieht Folgen nach sich. Und das übrigens in einer Dimension, die wir uns nicht einmal in unseren kühnsten Vorstellungen erdenken können. Weißt du z.B., was deine Worte wirklich bei anderen Menschen auslösen? Wie sie eventuell ihr weiteres Leben beeinflussen und somit auch das anderer Menschen? Du siehst, wie komplex die Sache allein an diesem Beispiel ist, das wir Menschen schon nicht mehr in seiner Wirkungsweise (Folgen) beurteilen und werten können.
Gott bzw. Göttin handelt aus der göttlichen Rechtschaffenheit (im Sinne von göttlicher Gerechtigkeit, was Barmherzigkeit einschließt) und nicht aus menschlicher. Und auch das ist sehr gut so! Denn wäre es anders, dann wären die vielen himmlischen und paradiesischen Versprechen, die Religionslehren machen, um Kriege, Morde, Raub usw. ausführen zu können, ebenfalls ein Teil von Gottes Barmherzigkeit. Deswegen kümmere dich nicht darum, was Menschen darüber zu wissen glauben, sondern höre in dich selbst hinein. Was wird sein, wenn du tot bist und was nimmst du spirituell mit in die jenseitigen Welten?
Ich persönlich kann nur sagen, es verwundert mich nicht, dass die Erde bevölkert ist mit „verlorener Seelen“ (Geistern), die ziellos umherirren und das Totenreich voll ist von all denen, die erneut auf diese Erde müssen. Die „Himmel“ dagegen erscheinen mir doch recht leer, soweit ich das überhaupt ermessen kann. Eins weiß ich ganz sicher: Einen automatischen Freifahrtschein in die göttlichen Gefilde (Himmel) gibt es für keinen Menschen!
Letztlich sei dir gesagt: Nicht aus Angst vor dem Sterben, dem Tod und was auch immer danach sein wird solltest du in deinem Leben Gutes tun, sondern aus deinem Herzen heraus. Aus Angst kann man nicht lieben und Zwang steht im Widerspruch zu freiem Handeln. Liebe und Freiheit gehören zusammen, aus ihnen entstehen die echten Herzenstaten und genau darauf schaut letztlich Gott bzw. Göttin: auf dein Herz!